Ich arbeite als Facharzt in einer Uniklinik und kläre für Dich über Gesundheit & Prävention medizinisch, verständlich und korrekt auf. Gesunde, dauerhafte Routinen anstatt Wundermittel und Strohfeuer.
Und ich sag’s ganz ehrlich: Auch bei mir ist es nicht „perfekt“. Es gibt Stress, Dienste, wenig Schlaf, Kontakt mit Infekten. Genau deshalb brauche ich Strategien, die in der Realität funktionieren – nicht nur auf dem Papier.
Der größte Hebel ist für mich Schlaf. Nicht „immer 8 Stunden“, sondern ein geschütztes Schlaf-Fenster, sobald es geht. Denn ohne Schlaf wird alles andere schwerer: Regeneration, Hunger, Stimmung, Belastbarkeit. Wenn ich merke, ich rutsche ab, ist Schlaf das Erste, was ich wieder stabilisiere.
Zweiter Punkt: Ernährung, aber simpel. Ich setze auf tägliche Basics statt Immun-„Wunder“. Genug Protein und ballaststoffreiche Lebensmittel unterstützen nicht nur Muskeln und Sättigung, sondern auch den Darm – und der ist ein riesiger Teil unserer Abwehr. Ein paar solide Mahlzeiten schlagen jedes hektische „Superfood“.
Drittens: Tageslicht und Bewegung, auch wenn’s nur kurz ist. Ein Spaziergang, ein paar Minuten raus, Treppen statt Aufzug, kleine Einheiten. Das hilft Kreislauf, Stresssystem und Schlafdruck – und damit indirekt auch dem Immunsystem.
Viertens: Hygiene an den Stellen, wo’s wirklich zählt. Hände, Gesicht, Schleimhäute. Nicht panisch, aber konsequent: Hände waschen, nicht ständig ins Gesicht fassen, und bei trockenen Schleimhäuten (Heizungsluft) lieber befeuchten – denn trockene Schleimhäute sind eine offene Tür für Erreger.
Und fünftens: Stress-Management, aber realistisch. Kein „du musst meditieren“. Ich mache Mini-Resets: 2–3 Minuten ruhig atmen, kurzer Gang an die frische Luft, kurz dehnen, bewusst runterfahren. Chronischer Stress drückt die Abwehr – und kleine Unterbrechungen sind oft der Unterschied.
DoktorWeigl







