Ich arbeite als Facharzt in einer Uniklinik und kläre für Dich über Gesundheit & Prävention medizinisch, verständlich und korrekt auf. Gehirngesundheit entsteht im Alltag – nicht in Ausnahmewochen. Du brauchst keine teuren Superfoods, sondern verlässliche Basics, die Du konsequent umsetzt.
Grün & bunt – jeden Tag. Bau Deine Hauptmahlzeiten um Gemüse herum und ergänze täglich eine Portion Beeren oder Obst. Unterschiedliche Pflanzenfarben liefern unterschiedliche Schutzstoffe (Polyphenole, Carotinoide) und reichlich Ballaststoffe. Das unterstützt die Gefäße, dämpft „stillen“ Entzündungsstress und stabilisiert die Darm–Gehirn-Achse – spürbar in Konzentration und Energie.
Gute Fette & Eiweiß – bei jeder Mahlzeit. Eine solide Proteinquelle (z. B. Joghurt/Quark, Eier, Hülsenfrüchte, Fisch, mageres Fleisch, Tofu/Tempeh) plus ein Schuss hochwertiges Fett (Olivenöl) oder eine Hand Nüsse/Samen. Proteine liefern Bausteine für Neurotransmitter und halten satt; ungesättigte Fette stützen Zellmembranen und Nervenfunktion. So vermeidest Du Blutzuckerachterbahn und bleibst kognitiv stabiler über den Tag.
Regelmäßig in Bewegung – ohne Marathon. Es geht nicht um Rekorde, sondern um Konstanz: täglich ~30 Minuten zügig gehen oder Wege aktiv gestalten (Treppen statt Aufzug, kurze Strecken zu Fuß/Rad). Ausdauer steigert die Hirndurchblutung, Alltagsbewegung senkt Entzündungsbelastung und verbessert den Stoffwechsel – messbar in Belastbarkeit, Schlaf und Stimmung.
Schlaf ernst nehmen – Rhythmus schlägt „Nachholen“. Halte feste Schlaf- und Aufstehzeiten, dimme abends Licht, reduziere Screens sowie späten Koffein/Alkohol. Im Tiefschlaf regenerieren neuronale Netzwerke; chronischer Mangel beschleunigt kognitischen Abbau. Zielkorridor: 7–9 Stunden – möglichst regelmäßig, nicht nur am Wochenende.
Stress raus – regelmäßig runterfahren. Chronischer Stress stört Schlaf, treibt Blutdruck und fördert Bauchfett – alles schlecht fürs Gehirn. Plane täglich ein kurzes „Runterfahr-Fenster“ von 3–5 Minuten: ruhige Atmung (z. B. 4-7-8), kurzer Spaziergang ohne Handy, warme Dusche – Hauptsache wiederkehrend. Kleine, feste Rituale wirken stärker als seltene „Wellness-Events“.
Gehirn füttern – Aufmerksamkeit trainieren. Gib Deinem Kopf täglich Futter: 5–10 Minuten Lesen, Lernen, Vokabeln, Podcasts mit Notizen oder ein kleines Rätsel. Das hält Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit wach – niedrigschwellig, alltagstauglich und ohne Spezialausrüstung.
Auf Intensivstation und im Notdienst erlebe ich, wie Hirnblutungen, Tumoren oder plötzliche Erkrankungen Leben in Sekunden kippen. Nicht alles ist kontrollierbar – aber vieles beeinflussbar. Darum diese Basics konsequent umsetzen.
Gesund ist nicht, was versprochen wird, sondern was dir langfristig guttut.
DoktorWeigl







