Linksradikale ZDF-Fernsehräte wütend über Ausladung von Danger Dan
Mehrere Mitglieder des ZDF-Fernsehrats haben die Senderleitung für die Ausladung des Antifa-Musikers Danger Dan kritisiert. Indem sie die Aufführung eines gewaltverherrlichenden Liedes verhinderten, hätten ZDF-Intendant Norbert Himmler und der Sender „die Gelegenheit verpasst“, eine „Debatte über Rechtsextremismus in Deutschland und die vielfältigen Möglichkeiten seiner Bekämpfung anzustoßen“, heißt es in einem offenen Brief, der von acht Ratsmitgliedern unterzeichnet wurde.
Zu den Unterzeichnern des Papiers gehören unter anderem die ehemalige Grünen-Familienministerin Lisa Paus, die Verdi-Gewerkschafterin Cornelia Berger, die Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Maike Finnern, und die ehemalige Grünen-Kommunalpolitikerin Angela Spizig.
Die Frage, ob das Lied zu Gewalt aufrufe, könne nicht „aus der isolierten Betrachtung einzelner Liedzeilen“, sondern nur „im Kontext der gesamten Sendung“ beantwortet werden. „Die dafür relevante kritische Einordnung des Liedtexts, auch mit den Künstlern, wäre Aufgabe der Redaktion“ der Sendung „Die Anstalt“ gewesen, heißt es weiter.
Dass der Sender Sorge habe, der Text des Liedes könne „als Anleitung zum politischen Extremismus“ und als Aufforderung zu Selbstjustiz und „rechtswidrigen Taten und Gewalt“ verstanden werden, stehe im Widerspruch dazu, dass das ZDF „zu einem vielfältigen und kontroversen öffentlichen Diskurs beizutragen und dabei insbesondere die Menschenwürde sowie den demokratischen und sozialen Rechtsstaat zu fördern“ habe.
Die Ausladung Danger Dans (bürgerlich Daniel Pongratz) zeuge daher „nicht nur von fehlendem Mut“, sondern auch von fehlendem Vertrauen in die Redaktion der Sendung“. Es sei zu befürchten, dass dies auch abschreckende Wirkungen auf andere Formate haben werde.
In dem abgesagten Lied „Keine Angst“ gibt Pongratz dem Zuhörer Tipps, wie er Antifa-Strukturen aufbauen und politisch Andersdenkende bespitzeln kann. Das Lied endet mit kaum verhüllten Gewaltaufrufen („Ich lass‘ ihn jetzt einfach mal im Raum, den Elefant/ Ist eh klar, was zu tun ist, ich sag‘ nix mehr dazu“) und grüßt mehrere verurteilte Gewalttäter der linksextreme „Hammerbande“.
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