Freiheitsfeind GĂŒnther (CDU) will staatliche Medien noch weiter bevorzugenđ„
Schleswig-Holsteins MinisterprĂ€sident Daniel GĂŒnther (CDU) hat sich grundsĂ€tzlich offen fĂŒr staatliche Vorgaben zur Sichtbarkeit bestimmter Medieninhalte in sozialen Netzwerken gezeigt. Auf Anfrage von Apollo News erklĂ€rte seine Staatskanzlei, sie setze sich âseit jeher fĂŒr eine StĂ€rkung des Public-Value-Gedankens in allen Medien und auch auf Plattformen einâ. Auch weitere gesetzliche Vorgaben könnten dafĂŒr âein geeignetes Instrumentâ sein. Hintergrund ist ein Konzept von Landesmedienanstalten, nach dem sogenannte Public-Value-Inhalte in sozialen Netzwerken leichter auffindbar werden sollen.
Gemeint sind Medienangebote, die von den Medienanstalten als besonders wertvoll fĂŒr die Meinungs- und Angebotsvielfalt eingestuft werden. Damit wĂŒrde nicht allein das Verhalten der Nutzer oder der Plattform-Algorithmus ĂŒber Reichweite entscheiden, sondern auch eine staatlich definierte Kategorie. Nach einem Vorschlag der Landesmedienanstalten von Bayern und Nordrhein-Westfalen soll das Modell deutlich ausgeweitet werden. KĂŒnftig soll es nicht mehr nur um ganze Medienmarken gehen, sondern auch um einzelne Artikel oder BeitrĂ€ge. In einem internen Papier heiĂt es laut Berichten, der Public-Value-Ansatz solle âvon einer angebots- zu einer inhaltsbezogenen Logik weiterentwickelt werdenâ.
Besonders umstritten ist der Gedanke einer gesetzlichen Quote fĂŒr solche Inhalte. In dem Papier wird eine entsprechende Vorgabe fĂŒr das Ausspielen von Public-Value-Inhalten in sozialen Netzwerken demnach als âzielfĂŒhrendâ bezeichnet. Damit könnten Plattformen verpflichtet werden, Inhalte ausgewĂ€hlter Anbieter oder BeitrĂ€ge in Feeds, Timelines und Suchergebnissen bevorzugt sichtbar zu machen. Die Medienanstalten begrĂŒnden ihre PlĂ€ne mit der Sorge, dass in sozialen Netzwerken âdesinformierende, polarisierende oder lediglich aufmerksamkeitsstarke Inhalte systematisch bevorteiltâ wĂŒrden. Dadurch könne die sachlich-informative Grundlage des öffentlichen Diskurses erodieren. Ziel sei es daher, sogenannte verlĂ€ssliche Inhalte stĂ€rker sichtbar zu machen.
Der Vorschlag lĂ€uft auf einen staatlich gelenkten Sichtbarkeitsbonus fĂŒr ausgewĂ€hlte Medien hinaus. Nicht mehr allein Nutzerverhalten und Plattformlogik wĂŒrden ĂŒber Reichweite entscheiden, sondern auch eine von Medienanstalten vergebene Public-Value-Einstufung. Ăber die konkrete Umsetzung ist noch nicht entschieden. Die LĂ€nder arbeiten derzeit an einem Digitalen-Medien-Staatsvertrag.
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