Ich arbeite als Facharzt in einer Uniklinik und kläre für Dich über Gesundheit & Prävention medizinisch, verständlich und korrekt auf. Wenn es um Darmgesundheit geht, suchen viele die schnelle Lösung: „ein Produkt einwerfen und fertig“. Meine Erfahrung ist eher: Der Darm liebt Basics, die du regelmäßig machst – gesunde, dauerhafte Routinen statt Wundermittel und Strohfeuer.
Erstens Ballaststoffe: Haferflocken sind für mich ein Klassiker, weil sie mit Beta-Glucan die „guten“ Darmbakterien unterstützen können und nebenbei sogar beim Cholesterin ein Bonus sind. Wenn du Ballaststoffe schlecht verträgst: langsam steigern, nicht über Nacht verdoppeln.
Zweitens Trinken: Ohne ausreichend Flüssigkeit wird der Nahrungsbrei zäh und der Transport durch den Darm schwerer. Mach’s dir einfach: zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser.
Drittens Probiotika lieber über Lebensmittel: Kefir oder (idealerweise nicht tot-pasteurisiertes) Sauerkraut bringen Milchsäurebakterien mit. Wichtig: Probiotisches nicht „kaputt kochen“ oder stark erhitzen, sonst sind die Mikroorganismen weg.
Viertens resistente Stärke: Wenn du Kartoffeln, Reis oder Nudeln kochst und abkühlen lässt, entsteht resistente Stärke. Die kannst du selbst nicht verdauen, aber deine Darmbakterien schon – und dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren wie Buttersäure, die der Darmschleimhaut gut tun können.
Fünftens Essverhalten & Lebensstil: langsam essen, gut kauen, möglichst regelmäßige Mahlzeiten und tägliche Bewegung. Und ja: Stress ist für den Darm ein echter Trigger, deshalb sind kleine „Runterfahr“-Momente im Alltag oft wichtiger als der nächste Trend.
Wichtig: Bei anhaltenden Beschwerden (z.B. länger andauernder Durchfall, starke Schmerzen, Blut im Stuhl, ungeklärter Gewichtsverlust) bitte ärztlich abklären lassen – nicht selbst herumprobieren.
DoktorWeigl







