Islamisten unter Ceuta-Invasoren💥
Unter den weiterhin in Ceuta ausharrenden illegalen Migranten befinden sich offenbar auch bekannte Dschihadisten. Spanische Terrorfahnder haben nach Angaben der Zeitung El Español „mindestens ein Dutzend“ Personen ausgemacht, die wegen terroristischer Betätigung in Spanien verhaftet, verurteilt und dann nach Marokko abgeschoben wurden.
Aufgefallen sei dies bei der Auswertung von Überwachungskameras an der Grenze durch die spanischen Sicherheitskräfte. Diese rechnen dem Blatt zufolge damit, weitere Personen mit Verbindungen in die islamische Terrorszene ausfindig zu machen. Bereits 2021 konnten die spanischen Behörden demnach drei Islamisten festnehmen, die einen Schusswaffenanschlag geplant haben sollen und im Jahr zuvor über die Straße von Gibraltar in das EU-Land kamen.
Zudem wurde bekannt, dass Hunderte unbegleitete und angeblich minderjährige Migranten, die sich derzeit in Ceuta aufhalten, nicht abgeschoben werden können. Insgesamt soll es laut der Nachrichtenagentur AP um 860 Personen gehen. Diese können nach spanischem Recht nicht abgeschoben werden und müssen einzeln überprüft werden. Die Regionalregierung Ceutas öffnete laut spanischen Medienberichten bereits zwei Schulen, um die Illegalen unterzubringen. Die Zentralregierung in Madrid stellte für die Versorgung bereits 25 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.
Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska behauptete unterdessen erneut, dass fast alle illegalen Einwanderer wieder zurückgekehrt seien. „Von diesen 72.000 sind 70.000 bereits zurückgekehrt“, behauptete der sozialistische Politiker. Allerdings hatte seine Behörde noch vor wenigen Tagen behauptet, es seien nur 40.000 bis 50.000 Personen in die Exklave eingedrungen. Dagegen berichtet JF-Reporter Hinrich Rohbohm, der gerade vor Ort ist, von Tausenden Illegalen, die sich weiter in der Stadt aufhalten – darunter zahlreiche Schwarzafrikaner.
Auch über die Ursachen des Massenansturms wird weiter gemutmaßt. Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums zur Kontrolle der Geheimdienste, Marc Henrichmann (CDU), brachte ins Spiel, die russische Regierung könnte hinter der Aktion stehen. So sei möglich, dass „Russland den Ansturm durch Social-Media-Bots initiiert hat, um die EU unter Druck zu setzen“, sagte er dem RND. Allerdings könnten auch Schleuserbanden oder die Spannungen zwischen Marokko und Spanien Ursache sein. Eine echte „Smoking Gun“ fehle jedoch bei allen drei Theorien.
Italiens Rechtsregierung brachte derweil erneut die Idee ein, Migranten ohne Bleiberecht in afrikanischen Staaten einzuquartieren. In einer Schaltkonferenz der EU-Innenminister sagte Matteo Piantedosi, derzeit liefen Verhandlungen mit Ruanda, Uganda und Ghana darüber. Auch Österreich und Deutschland sollen an den Gesprächen beteiligt sein. „Die Gruppe der Umsetzer arbeitet ganz konkret an Rückkehrzentren und Asylverfahren in Staaten außerhalb Europas. Die Ereignisse der letzten Tage unterstreichen die Notwendigkeit und die Bedeutung dieser Gruppe, die Anfang September das nächste Mal zusammentrifft“, sagte Österreichs Innenminister Gerhard Karner der Bild-Zeitung.
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