Ich bin Facharzt und gebe dir Tipps aus meinem Alltag aus der Uniklinik.
Manchmal sind es nicht die großen „Biohacks“, sondern ganz einfache Dinge, die langfristig den größten Unterschied machen. Und ja: Einige davon hätte ich gern viel früher auf dem Schirm gehabt.
Zu spät angefangen:
Vorsorge regelmäßig: Ich hab das viel zu lange vor mir hergeschoben. Heute sehe ich jeden Tag, wie wertvoll Früherkennung ist – weil man Probleme oft findet, bevor sie richtig groß werden.
LDL/Cholesterin im Blick: Das ist ein stiller Risikofaktor, den viele erst ernst nehmen, wenn schon etwas passiert ist. Werte zu kennen (und einzuordnen) ist echte Prävention.
Vitamin D supplementieren: Vor allem in den Wintermonaten ist der Spiegel bei vielen zu niedrig. Sinnvoll ist Supplementieren vor allem dann, wenn wirklich ein Mangel oder ein klarer Risikofaktor vorliegt – idealerweise einmal checken lassen und dann gezielt ausgleichen, statt „blind“ hochzudosieren.
Neu bei mir:
Warmes Wasser morgens: Klingt banal, aber es hilft mir, direkt gut in den Tag zu starten und die Flüssigkeit nicht zu vergessen.
Schlaf als Priorität: Ich hab Schlaf früher oft „verhandelt“. Heute weiß ich: Regeneration ist nicht optional – sie entscheidet über Energie, Stimmung und Belastbarkeit.
Wechselduschen: Kein Wundermittel, aber ein kurzer Reset. Für mich macht es einen spürbaren Unterschied im Kopf und Kreislauf – vor allem an stressigen Tagen.
Zahnseide täglich: Ich dachte lange, Zähneputzen reicht. Aber zwischen den Zähnen passiert oft das Entscheidende – und genau da lohnt sich Konsequenz.
Abgestellt:
Krank durchgezogen: Das verlängert’s oft und steckt im Zweifel andere an. Wenn der Körper Pause fordert, ist „Durchziehen“ selten klug.
Sport trotz (leichter) Erkältung und/oder Schlafmangel: Hab ich früher eher gemacht – mache ich heute nicht mehr. Bei Infekt sollte der Körper regenerieren, nicht „on top“ belastet werden. Und bei Schlafmangel ist das Immunsystem messbar anfälliger: Nach sehr hartem Training kommt zusätzlich dieses „Open-Window“-Fenster, in dem du für Erreger empfänglicher bist. Heißt für mich: Wenn ich krank bin oder zu wenig geschlafen habe, dann maximal locker bewegen – oder konsequent Pause.
Leistung um jeden Preis: Ich bin gern ambitioniert – aber Dauerstress ist kein Statussymbol. Gesundheit ist die Basis, auf der alles andere steht.
Welche Sache gehört bei dir in „zu spät angefangen“, „neu“ oder „abgestellt“?
DoktorWeigl






