Ich arbeite als Facharzt in einer Uniklinik und kläre für Dich über Gesundheit & Prävention medizinisch, verständlich und korrekt auf.
Nicht falsch verstehen: Medikamente können absolut sinnvoll und manchmal lebenswichtig sein. Aber ich sehe im Alltag auch, wie schnell man in Muster rutscht, die am Ende mehr schaden als helfen.
Genau deshalb ganz ehrlich: Diese 5 nehme ich als Arzt selbst nicht (außer im Ausnahmefall) und dann nur kurzzeitig bzw. ärztlich begleitet.
Homöopathie: Für mich fällt das raus, weil es keinen verlässlichen Wirknachweis über Placebo hinaus gibt. Das größte Risiko ist nicht „dass es nichts bringt“, sondern dass dadurch echte, wirksame Diagnostik oder Therapie verzögert wird.
Abschwellende Nasensprays: Ja, sie machen schnell frei, aber genau das ist das Problem. Wer sie zu lange nutzt, landet leicht in der Rebound-Falle, in der die Nase ohne Spray gefühlt gar nicht mehr kann.
Abführmittel als Dauerlösung: Kurzzeitig können sie sinnvoll sein, aber regelmäßig wird der Darm oft träger und „verlässt sich“ auf die Hilfe von außen. Dazu kommt: Flüssigkeit und Elektrolyte können aus dem Gleichgewicht geraten, was man häufig unterschätzt.
Schlaf- und Beruhigungstabletten (Benzodiazepine/Z-Substanzen): Sie wirken, keine Frage, aber sie haben ein hohes Abhängigkeits- und Gewöhnungsrisiko. Viele merken außerdem am nächsten Tag eine Art „Hangover“ mit weniger Konzentration und mehr Benommenheit.
Schmerzmittel als Routine: Schmerzmittel sind keine Smarties, auch wenn sie sich so verfügbar anfühlen. Zu häufig oder zu lange können sie Magen, Leber oder Nieren belasten und gerade bei Kopfschmerzen sogar einen Teufelskreis auslösen.
Wichtig: Das ist keine Anleitung zum Absetzen oder Umstellen. Wenn Du etwas regelmäßig brauchst oder unsicher bist, sprich bitte mit Deiner Ärztin/deinem Arzt.
DoktorWeigl







