Will Merz nicht mehr sehen: Schnieder boykottiert Kabinettssitzung
Unschöner Abschied: Aus Verärgerung über das Verhalten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verweigert der scheidende Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) die Teilnahme an der heutigen Kabinettssitzung. Es wäre seine letzte gewesen. Es ist ein neuer Tiefschlag für den Regierungschef, denn der 58-Jährige begründet seine Abwesenheit damit, dass er Merz nicht mehr begegnen wolle. Das berichtet Bild. Stattdessen schickt er Staatsminister Ulrich Lange (CSU) zur Zusammenkunft der Regierungsmitglieder.
Grund für den unfreundlichen Akt ist der holprige Rauswurf Schnieders, dessen Umstände dieser als „unwürdig“ bezeichnet und schließlich selbst um seine Entlassung gebeten hatte. Merz hatte den Minister bereits am Donnerstag informiert, dass er ihn ersetzen wolle. Als der designierte Nachfolger Fritz Güntzler (CDU) aber kurzfristig absagte, kommunizierte Merz den Austausch drei Tage lang nicht. Die Medien allerdings berichteten über die Hängepartie.
Erst aus den Zeitungen hatte Schnieder nach eigenen Worten von den Turbulenzen bei der Nachfolgesuche erfahren und sich dadurch öffentlich gedemütigt gefühlt. Am Sonntag zog Schnieder selbst die Reißleine. Am Montag gab Merz dann bekannt, den CDU-Abgeordneten Steffen Bilger zum Verkehrsminister machen zu wollen.
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