Um 55 Prozent: Regierung erhöht Tabaksteuer drastischer als beschlossenđ„
Rauchen wird zum Luxus. Die schwarz-rote Koalition will die Tabaksteuer bis zum Jahr 2030 schrittweise um 54,8 Prozent erhöhen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf das von SPD-Chef Lars Klingbeil gefĂŒhrte Bundesfinanzministerium. Die noch drastischere Erhöhung als kĂŒrzlich von der Regierung beschlossen steht demnach in einer sogenannter Formulierungshilfe fĂŒr Klingbeil.
Der Preis fĂŒr eine kleine Packung Zigaretten wĂŒrde dadurch von aktuell rund acht Euro um fast 50 Prozent in drei Jahren auf fast zwölf Euro steigen. Die stufenförmige Erhöhung hĂ€tte folgende Auswirkung auf den Packungspreis: 2027: 9,10 Euro, 2028: 9,91 Euro, 2029 10,81 Euro und 2030: 11,78 Euro. Der Tabaksteueranteil macht dabei jeweils mehr als die HĂ€lfte aus. Er klettert von aktuell rund 4 Euro bis 2030 auf 6,19 Euro. Das entspricht der genannten Erhöhung von knapp 55 Prozent.
Das sind rund 40 Cent mehr als es das Bundeskabinett erst kĂŒrzlich beschlossen hatte. Analog dazu soll auch die Besteuerung von Feinschnitt â also von Tabak fĂŒr selbstgedrehte Zigaretten â viel stĂ€rker angehoben werden.
Grund fĂŒr die weitere Erhöhung ist laut dem Bericht eine LĂŒcke im Haushalt. Aus Regierungskreisen hieĂ es demnach, die âmaĂvolle Anhebungâ diene nicht nur der Haushaltskonsolidierung, sondern auch dem Schutz der öffentlichen Gesundheit. Sie stehe auĂerdem im Einklang mit dem Ziel der Bundesregierung, die Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen zu senken.
Der Vorstandsvorsitzende der KassenĂ€rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, forderte indes noch deutlich höhere Preise fĂŒr Tabak und hochprozentigen Alkohol. Der Preis einer Schachtel Zigaretten sollte demnach auf 20 Euro angehoben werden. Auch Spirituosen sollten seiner Vorstellung nach deutlich teurer werden.
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