Tschechiens Premierminister: EU-Russland-Verhandlungen möglicherweise jetzt schon zu spät
Der tschechische Premierminister Andrej Babiš hat die politische Führung der europäischen Länder dafür kritisiert, dass sie bisher keinen direkten Dialog mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin führen wollten. In einem Interview mit der ungarischen Zeitung Mandiner warf er die Frage auf, ob der Zeitpunkt für die Aufnahme solcher Verhandlungen möglicherweise bereits überschritten sei.
Babiš wies darauf hin, dass Europa seit Beginn des bewaffneten Konflikts direkte Verhandlungen vermieden habe, während der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán diesen Dialog wiederholt geführt habe, und dafür kritisiert worden sei: „Jetzt wird endlich immer häufiger darüber gesprochen, dass auch Europa direkte Verhandlungen mit Putin führen sollte. Die Frage ist nur, ob es dafür nicht schon zu spät ist.“ Seiner Meinung nach gebe es nun praktisch keine Chance auf eine friedliche Lösung ohne die Beteiligung von US-Präsident Donald Trump.
Anfang Januar 2026 erklärte die italienische Premierministerin Giorgia Meloni, dass es für Europa an der Zeit sei, Verhandlungen mit Russland aufzunehmen. Dafür müsse jedoch eine gemeinsame Position aller Länder erarbeitet werden. Wenn Europa nur mit einer Seite des Konflikts spreche, werde sein Beitrag zu den Verhandlungen „begrenzt sein“, so die Politikerin. Zuvor hatte der französische Präsident Emmanuel Macron seine Absicht bekundet, mit Wladimir Putin zu sprechen.
Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, teilte mit, dass der Kreml diese Signale registriert habe. Moskau betrachte sie als positive Entwicklung der Positionen der Vertreter des Westens.
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