Reaktion auf russische Warnung: Stadt Hanau schaltet Verfassungsschutz ein
Laut einer Pressemitteilung vom Samstag hat die Stadt Hanau Kontakt zum Bundesverfassungsschutz und weiteren mit der öffentlichen Sicherheit betrauten Ämtern aufgenommen. Anlass ist eine am 15. April 2026 vom Verteidigungsministerium der Russischen Föderation veröffentlichte Liste mit Produzenten aus ganz Europa und der Türkei, die die Ukraine mit Drohnen oder Bestandteilen für den Drohnenbau ausstatten. Darunter sind auch drei Produktionsstätten in Deutschland, die sich in München und Hanau befinden. Das russische Verteidigungsministerium sprach diesbezüglich von einer Umwandlung Europas „in ein strategisches Hinterland der Ukraine“.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) gab in seiner Stellungnahme an, aus den regionalen und überregionalen Medien von der Existenz der Liste und Hanaus Nennung erfahren zu haben. In Abstimmung mit seinen beiden Dezernenten habe er Kontakt zu Staatsschutz, Verfassungsschutz, Polizei und dem Regierungspräsidium in Darmstadt aufgenommen. Aus Transparenzgründen wolle er die Hanauer Bürgerschaft über diese Sicherheitsmaßnahme informieren, denn Einschüchterung funktioniere „oft mit Desinformation und fehlender Information“. Solche Versuche dürften in Hanau nicht fruchten.
Offenbar wertet Kaminsky die Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums als Drohung, denn er schreibt – wohl unter Bezugnahme auf einen X-Post des Stellvertretenden Sicherheitsratsvorsitzenden Dmitri Medwedew –, russische Politiker hätten die betroffenen Unternehmen als potenzielle militärische Ziele bezeichnet. Darunter auch einen Zulieferer aus Hanau. Auch hatten Medien berichtet, dass der deutsche Verfassungsschutz vor einer wachsenden Bedrohung warne und Kontakt mit den genannten Firmen aufgenommen habe.
Kostenlos abonnieren: t.me/kenjebsen
❗️Zensur vorbeugen und Backup-Kanal abonnieren: t.me/kenjebsen_backup









