Kulturelle Bereicherung: Jeder zweite Gefängnisinsasse in Deutschland ist Ausländer🔥
Der Anteil ausländischer Gefängnisinsassen hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Zum Stichtag im März 2026 saßen nach einer Auswertung der Neuen Osnabrücker Zeitung mehr als 27.000 Häftlinge ohne deutschen Pass in den Justizvollzugsanstalten. Insgesamt befanden sich demnach 60.408 Menschen in Haft, Untersuchungshaft eingeschlossen. Der Anteil ausländischer Insassen lag damit bei 44,8 Prozent. Personen mit deutscher und weiterer Staatsbürgerschaft werden in der Statistik als Deutsche gezählt.
Besonders hoch ist die Quote in den Stadtstaaten. In Berlin hatten 58,9 Prozent der Gefangenen keine deutsche Staatsbürgerschaft, in Hamburg waren es 57,95 Prozent. Auch in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen liegt der Anteil ausländischer Häftlinge bei mehr als 50 Prozent. Deutlich niedriger ist die Quote in ostdeutschen Flächenländern. In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat etwa jeder vierte Gefangene keinen deutschen Pass.
Der Bund der Strafvollzugsbediensteten sieht die Entwicklung mit Sorge. „Die Sprachbarrieren sind ein großes Problem“, sagte der Bundesvorsitzende René Müller der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die Bediensteten könnten „kaum noch resozialisieren“ und erreichten viele Insassen immer schlechter.
Müller warnte außerdem vor wachsendem Gewaltpotenzial und abgeschotteten Gruppen innerhalb der Anstalten. Der Strafvollzug brauche dringend mehr Personal, um Situationen besser beobachten und Gruppen bei Bedarf trennen zu können. „Es darf nicht sein, dass manche Häftlinge nach ihrer Entlassung krimineller sind als bei Haftantritt“, sagte er.
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