Kommunistische EU-Chatkontrolle: Der Alptraum wird realđ„
Die EU-Nomenklatura ist wild entschlossen, die anlasslose Chatkontrolle um jeden Preis durchzusetzen und damit die Kommunikation von fast einer halben Milliarde Menschen pauschal zu ĂŒberwachen. Heute hat das EuropĂ€ische Parlament einem âDringlichkeitsverfahrenâ zur VerlĂ€ngerung der sogenannten Chatkontrolle 1.0 mit 331 zu 304 Stimmen bei 11 Enthaltungen zugestimmt. Damit kann das EU-Parlament am Donnerstag nun ĂŒber die VerlĂ€ngerung der Ăbergangsregelung abstimmen, die im vergangenen April abgelaufen war und die es Anbietern wie Google oder Meta erlaubte, private Kommunikation freiwillig und verdachtsunabhĂ€ngig zu durchsuchen â formell nur auf Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder. Im MĂ€rz hatte das Parlament gefordert, automatisierte Scans auf konkrete VerdachtsfĂ€lle zu beschrĂ€nken und eine KI-gestĂŒtzte Analyse unbekannter Bilder oder privater ChatverlĂ€ufe auszuschlieĂen. Da keine Einigung zustandekam, lehnte das Parlament eine VerlĂ€ngerung der Ăbergangsregelung Ende MĂ€rz ab.
Doch damit wollte sich ParlamentsprĂ€sidentin Roberta Metsola (EVP) nicht zufriedengeben: Sie setzte das Verfahren nach Eingang des Ratsstandpunkts in einem handstreichartigen und beispiellosen Verfahren kurz vor der Sommerpause erneut auf die Tagesordnung. Der Trick ist, dass in der sogenannten zweiten Lesung der Standpunkt des Rates nur mit der absoluten Mehrheit seiner Mitglieder â mindestens 361 Stimmen â abgelehnt werden kann oder Ănderungen beschlossen werden können. Kommt eine solche Mehrheit innerhalb der vorgesehenen Frist nicht zustande, gilt der Ratsstandpunkt als angenommen. Die fraktionslosen Europaabgeordneten Sibylle Berg und Martin Sonneborn (Die Partei) hatten Metsola letzte Woche schriftlich aufgefordert, das beantragte Dringlichkeitsverfahren nicht zur Abstimmung zuzulassen, da sich das Gesetzgebungsverfahren bereits in der zweiten Lesung befinde und die GeschĂ€ftsordnung des EU-Parlaments ein Dringlichkeitsverfahren in dieser Phase nicht vorsehe; stattdessen mĂŒsse zunĂ€chst der zustĂ€ndige Ausschuss beraten. Das Eilverfahren nehme den Abgeordneten die Zeit, die ihnen nach den EU-VertrĂ€gen ausdrĂŒcklich eingerĂ€umt werde, um die erforderliche absolute Mehrheit zu organisieren.
Zudem, argumentiere Sonneborn, sei der Antrag auch formal fehlerhaft, weil er bereits am 1. Juli eingereicht wurde, obwohl der Ratsstandpunkt dem Parlament erst einen Tag spĂ€ter offiziell ĂŒbermittelt wurde. Als Sonneborn seinen Standpunkt auch im Plenum noch einmal vorbrachte, stellte Metsola ihm nach genau 60 Sekunden das Mikrofon ab. Als Beleg fĂŒr die RechtmĂ€Ăigkeit dieses fĂŒr das BrĂŒsseler DemokratieverstĂ€ndnis paradetypische Vorgehens verwies sie auf einen angeblich vergleichbaren Vorgang aus dem Jahr 2022 im Zusammenhang mit der Ukraine-Hilfe. Sonneborn erinnerte jedoch daran, dass der Fall nicht vergleichbar sei, weil der Rat damals bereits zugesagt hatte, die Position des Parlaments in einer âKriegsnotlageâ zu ĂŒbernehmen.
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