Kirche ignoriert linksextreme Aktion gegen eigene Gemeinde
Die Bremische Evangelische Kirche (BEK) möchte sich nicht zu einer linksextremen Aktion gegen eine ihrer Gemeinden äußern. „Der Kirchenausschuss kommentiert den Vorgang nicht“, teilte ein Sprecher auf Nachfrage mit. Auch Entscheidungen „der unabhängigen staatlichen Justiz“ kommentiere man nicht.
In der vergangenen Woche hatte die JF berichtet, dass die Bremer Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen mehrere Linksextremisten ohne Anklage vorzeitig beendet hat. Diese hatten im September 2025 einen Bus der konservativen evangelischen St.-Martini-Gemeinde an der Abfahrt zum „Marsch für das Leben“ in Berlin gehindert. Dabei riefen sie christenfeindliche Parolen.
Die Staatsanwaltschaft stützte sich bei ihrer Entscheidung auf die „Geringfügigkeit“ des Vorgangs. Sie begründete die Einstellung des Verfahrens damit, dass die Schuld der Linksextremen im Zweifel „als gering anzusehen“ wäre und es zudem kein öffentliches Interesse gebe, das eine gerichtliche Klärung nötig machen würde.
Der Vorsitzende des Vorstandes der St.-Martini-Gemeinde, Jürgen Fischer, bezeichnete die Begründung als „völlig unverständlich, geradezu haarsträubend und einen Skandal“. Er hatte für die Gemeinde Anzeige gestellt, unter anderem wegen Nötigung, Beschimpfung von Bekenntnissen und der Störung der Religionsausübung.
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