BRD-Gasmangel – Lieferausfall aus den Niederlanden droht🔥
In den Niederlanden sind die Gasspeicher noch niedriger gefüllt als in Deutschland. Während die Speicherstände in Deutschland Ende Januar bei ca. 34 Prozent lagen, lagen diese in den Niederlanden zuletzt deutlich unter 30 Prozent. Diese Konstellation erhöht das Risiko, dass Gasströme Richtung Deutschland ausbleiben. Ein Lieferausfall aus den Niederlanden ist damit ein plausibles Szenario. Das gilt besonders dann, wenn die tiefen Temperaturen länger anhalten und die Entnahmen auch in den Niederlanden weiter hoch bleiben.
Die Niederlande sind für Deutschland Lieferland und Transitknoten zugleich. Ein Teil des Gases kommt aus eigener niederländischer Förderung und ein Teil erreicht Deutschland über LNG-Ströme. Außerdem laufen dort Netze zusammen, die Mengen Richtung Deutschland weiterleiten. Wenn der Speicherpuffer schrumpft, steigt der Druck, verfügbares Gas zuerst im Inland zu nutzen. Und genau dann wird ein Lieferausfall realistischer, selbst ohne formale Ankündigung.
Deutschland hängt am westlichen Korridor, weil große Importmengen aus oder über die Niederlande kommen. Norwegen bleibt zwar Nummer eins, doch die Niederlande bilden ein zweites Fundament. Wenn dieses Fundament wankt, steigen die Risiken für Industrie und Wärmeversorgung. Deshalb genügt bereits ein anhaltender Kälteblock, um aus einem Risiko ein Lieferausfall-Szenario zu machen.
Niedrige Füllstände bedeuten, dass weniger Reserve für Lastspitzen bleibt. Gleichzeitig zählt die Entnahmegeschwindigkeit, weil sie den Puffer in kurzer Zeit weiter abräumt. Wenn sich diese Dynamik verstärkt, verschiebt sich das Verhalten von Marktteilnehmern. Versorger sichern sich früher und die Preise ziehen schneller an. Dadurch wird ein Lieferausfall oder eine Drosselung der Liefermengen wahrscheinlicher, weil jeder Staat zuerst Stabilität im eigenen Netz sucht.
Hinzu kommt die mittelfristige Lage in den Niederlanden. Die heimische Förderung sinkt und eine Rückkehr zu früheren Mengen gilt politisch als ausgeschlossen. Damit wächst die Abhängigkeit von Importen und LNG-Anlandungen. Je niedriger der Speicherstand, desto weniger lässt sich ein Ausfall externer Zuflüsse abfedern.
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