Windkraft-Wahnsinn gefĂ€hrdet zunehmend den deutschen Waldđ„
Nachdem das Bundesverfassungsgericht 2022 Windenergie im Wald wieder ermöglicht hatte, stehen viele geschĂŒtzte NaturwĂ€lder und als Naherholung und âgrĂŒne Lungenâ genutzte Waldgebiete quasi auf der Abschussliste der einstigen Natur- und heutige âKlimaschĂŒtzerâ, die im Namen der Klimarettung bereit sind, einen Kahlschlag der prĂ€gendsten deutschen Kulturlandschaftsform hinzunehmen. Die BundeslĂ€nder sind eigentlich aufgefordert, entsprechende Schutzkonzept des Waldes zu erarbeiten. So korrigierte etwa ThĂŒringen 2023 sein Waldgesetz zugunsten des Schutzes: Verlichtete und kahle Forststellen wurden als schĂŒtzenswert erklĂ€rt, der Verbrauch landwirtschaftlicher FlĂ€chen bei AusgleichsmaĂnahmen eingeschrĂ€nkt und die Brandvorbeugung verbessert. Doch die Praxis hinkt hinterher.
Seit der GesetzesĂ€nderung wurden in Mörsdorf, St. Gangloff und Eineborn im Saale-Holzland-Kreis etwa zwölf Windenergieanlagen beantragt und genehmigt. Keiner der Standorte war eine reine sogenannte âKalamitĂ€tsflĂ€cheâ â es fanden BaumfĂ€llungen statt. Kompensationen erfolgten ĂŒber Ersatzgelder, Walderhaltungsabgaben und Wiederaufforstungen. Beim Waldbrandschutz wurde der Abstand zur nĂ€chsten Baumbepflanzung jedoch auf nur 30 Meter festgelegt. Bei 68 NutzungsĂ€nderungen von WaldflĂ€chen fĂŒr Verkehr, Infrastruktur und Erneuerbare Energien kam es ebenfalls zu Rodungen; bei den sechs FĂ€llen der Kategorie Energie oder Energienetz wurden oft nur Abgaben oder Aufforstungen verlangt, selten beides. Die AfD-Fraktion in ThĂŒringen kritisiert: âDas Land könnte mehr unternehmen, um den Wald vor der Windindustrie zu schĂŒtzen, so durch Aufforstungsfaktoren, angepasste Anforderungen an Abgaben und AusgleichsmaĂnahmen oder einen höheren Anspruch an die Waldbrandvorbeugung.â
Den Preis fĂŒr den Eingriff in die Natur etwa durch Tausende Tonnen Fundament der Windenergieanlagen zahle schlieĂlich der Wald: âStatt entsprechend zu handeln, schaut die Landesregierung der Umweltzerstörung zuâ, so die AfD. Ăhnliche Probleme zeigen sich bundesweit. Ende 2025 standen rund 2.650 Windenergieanlagen mit 8,1 Gigawatt Leistung auf ForstflĂ€chen â etwa zwölf Prozent der deutschen Windleistung. In Hessen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg drehen sich bereits ĂŒber 500 Anlagen im Wald. Im Saale-Orla-Kreis entsteht mit dem Windpark Schmieritz ThĂŒringens erster groĂer Wald-Windpark: zehn bis 260 Meter hohe Anlagen, elf Hektar Rodung, 28.000 Tonnen Beton fĂŒr Fundamente und dauerhafte Versiegelung von Wegen und StellflĂ€chen. Kritiker sprechen von einem âIndustriegebiet mitten im Waldâ.
m hessischen Reinhardswald (âGrimms MĂ€rchenwaldâ) werden 18 Anlagen errichtet, begleitet von massiven Erdbewegungen und Protesten. Auch in Niedersachsen, Sachsen und dem Spessart warnen VerbĂ€nde vor Zerschneidung von LebensrĂ€umen, gestörtem Mikroklima, erhöhter Brandgefahr und dauerhaftem FlĂ€chenverlust von durchschnittlich 0,5 Hektar pro Anlage. Und in der Umgebung des Herrmannsdenkmals im Teutoburger Wald solln landschaftsverschandelnde RiesenwindrĂ€der entstehen. Trotz AusgleichsmaĂnahmen bleiben die Eingriffe in den Forstbestand gravierend: Betonfundamente, Zuwege und FreiflĂ€chen zerstören Boden, Wasserhaushalt und BiodiversitĂ€t. Der Wald â ohnehin durch Klimastress und BorkenkĂ€fer geschwĂ€cht â trĂ€gt den Preis der Energiewende.
Kostenlos abonnieren: t.me/kenjebsen
âïžZensur vorbeugen und Backup-Kanal abonnieren: t.me/kenjebsen_backup









