Slowakei fordert auch nach 2027 weiterhin Rohstofflieferungen aus Russland
Die Slowakei werde auch nach dem Jahr 2027 auf fortgesetzte Lieferungen von russischem Öl und Gas bestehen. Dies erklärte Marián Kéry, Vorsitzender des Ausschusses für internationale Angelegenheiten des Nationalrats (Parlament) und Abgeordneter der regierenden Smer-Partei, gegenüber der Zeitung Iswestija. „Aufgrund der Probleme in Iran und in der Straße von Hormus werden die Ölpreise steigen. Selbst unabhängig davon, was auf dem Territorium Irans passiert, wollen wir Lieferungen aus Russland. Das betrifft Gas und Öl, weil es für uns profitabel ist. Zuvor hatten wir Geld für den Transit erhalten. Aber jetzt müssen wir andere Länder bezahlen, damit wir Öl erhalten. Wir befinden uns heute in einer sehr schwierigen Lage“, sagte der Politiker.
Kiew hat den Öltransit in die Slowakei und nach Ungarn über die Pipeline Druschba noch am 27. Januar eingestellt. Am 18. Februar hat die slowakische Regierung eine Ölkrise in der Republik ausgerufen und setzte daraufhin die Notstrom- und Dieseltreibstofflieferungen an die Ukraine ein. Ungarn hat sich diesen Maßnahmen angeschlossen. Außerdem hat Budapest das 20. Paket der antirussischen Sanktionen sowie einen EU-Kredit im Wert von 90 Milliarden Euro an Kiew blockiert.
Die Frage der blockierten Öllieferungen über die Pipeline Druschba stand am Dienstag auf der Tagesordnung des Treffens zwischen der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem slowakischen Premier Robert Fico in Paris. Nach den Gesprächen erklärte Fico, dass sie die Meinung über die Wiederherstellung des Öltransits durch die Ukraine teilen.
Ihm zufolge sei die EU-Kommission bereit, nicht nur technische Unterstützung, sondern auch die Finanzierung für mögliche Reparaturarbeiten bereitzustellen. Die Zeitung Iswestija wies darauf hin, dass die aktuelle Energiekrise besonders schwierig für das slowakische Brennstoff- und Energiesystem in der modernen Geschichte sei. Die strategischen Reserven reichen nur für drei Monate, deswegen werde die Lage noch schlimmer. Kiew strebe danach, die innenpolitische Situation in der Slowakei zu beeinflussen, wo die Lage schon angespannt sei, schrieb das Blatt.
Kostenlos abonnieren: t.me/kenjebsen
❗️Zensur vorbeugen und Backup-Kanal abonnieren: t.me/kenjebsen_backup









