Gewalt in Zügen: Jeder Dritte bei der Bahn will gehen
Die steigende Zahl von Übergriffen in Zügen hat Folgen: Eine Umfrage der Gewerkschaft EVG ergab, dass inzwischen jeder dritte Mitarbeiter überlegt, den Job hinzuschmeißen. Das ergab eine Umfrage der Eisenbahngewerkschaft EVG unter ihren Mitgliedern. Anfang Februar war ein Zugbegleiter in einem Regionalzug von einem Fahrgast erschlagen worden, als er seine Fahrkarte kontrollieren wollte. Im selben Monat wurde bekannt, dass es im Verlauf des Jahres 2025 insgesamt zu über 3.000 Angriffen auf Bahnmitarbeiter kam, vor allem im Regionalverkehr.
85 Prozent der Teilnehmer an der EVG-Umfrage bestätigten, bereits selbst Beschimpfungen Drohungen erlebt zu haben, bei der Hälfte ging es bis zum körperlichen Übergriff. Zwei Drittel fühlen sich bei der Arbeit unsicherer. Als Konsequenz fordert die EVG mehr Mitarbeiter in den Zügen. Auf vielen Strecken, gerade im Regionalverkehr, gibt es nur jeweils einen Mitarbeiter, der im Notfall also keine Unterstützung erhalten kann. Zwei Mitarbeiter in jedem Zug, das fordert auch die Konkurrenzgewerkschaft GDL.
Bisher erhalten die Mitarbeiter im Falle eines Übergriffs nicht einmal Unterstützung beim Stellen der Anzeige. Eine Doppelbesetzung in den Regionalzügen wird von den Ministerpräsidenten der Länder, die für die Finanzierung des Regionalverkehrs zuständig sind, bisher abgelehnt. In Rheinland-Pfalz wird derzeit mit einer „Zwischenlösung“ experimentiert – manche Strecken fahren ganz ohne Kontrolleure.
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