Silvesternacht in Deutschland: Tote und Verletzte, BrĂ€nde und Ausschreitungenđ„
In Deutschland gab es auch in der diesjĂ€hrigen Silvesternacht â fast schon traditionell â eine Vielzahl von VorfĂ€llen. Leider sind wieder Tote und Verletzte durch unsachgemĂ€Ăen Umgang mit Pyrotechnik. In Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) kamen in voneinander unabhĂ€ngigen UnfĂ€llen mit selbstgebauter Pyrotechnik zwei 18-JĂ€hrige ums Leben. Laut Polizei haben sich die UnfĂ€lle an unterschiedlichen Orten ereignet. In beiden FĂ€llen seien die Jugendlichen tödlich im Gesicht verletzt worden, Hinweise auf Fremdverschulden soll es dabei bislang nicht geben. Ermittlungen zur Todesursache laufen.
In der NĂ€he von Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) verlor ein 23-JĂ€hriger seine linke Hand, als ein Böller explodierte. In Leipzig wurde ein 16 Jahre altes MĂ€dchen beim Versuch, einen in Deutschland nicht zugelassenen Silvesterböller zu zĂŒnden, schwer an der Hand verletzt. Leipzig und Berlin waren â auch eine zweifelhafte Tradition â Schwerpunkte linksautonomer Krawalle. In Leipzig brannten zahlreiche MĂŒlltonnen, die Feuerwehr war im Dauereinsatz. Laut Lokalpresse wurden vor allem im Stadtteil Connewitz WartehĂ€uschen an Haltestellen „entglast“ und ein Fahrkartenautomat gesprengt. Die Polizei hatte sich nach Angriffen aus der Menge zurĂŒckgezogen und das Geschehen offenbar dem Selbstlauf ĂŒberlassen. Angegriffen wurden sogar Polizeiwagen, die RettungskrĂ€fte begleiteten.
Eine lokale Online-Publikation, die eigentlich mit dem Connewitzer Publikum sympathisiert, fasst ihren Eindruck von der Silvesternacht dort so zusammen: „Zwischendurch war die Stimmung am Connewitzer Kreuz nach unserer Wahrnehmung im Vergleich zu Vorjahren Ă€uĂerst rĂŒcksichtslos und ruppig.“ Zum besseren VerstĂ€ndnis: Die Ereignisse der Vorjahre in Connewitz an Silvester konnte man nicht anders als Krawalle und Ausschreitungen bezeichnen. In Berlin soll die Silvesternacht in diesem Jahr laut Landespolizei ruhiger als in der Vergangenheit verlaufen sein. Als Erfolg wird gewertet, dass es dieses Mal keine schweren Verletzungen bei Polizisten und „auch nicht bei feiernden Menschen“ gegeben hat. Man melde auch „nicht so schwere SachbeschĂ€digungen wie im letzten Jahr“, sagte ein Polizeisprecher.
Allerdings sei die Polizei immer wieder mit Böllern und Raketen angegriffen worden, 21 Polizisten seien dabei leicht verletzt worden. Die Polizei nahm rund 400 Personen zumindest kurzzeitig fest. Davon seien 14 Personen ins Unterbindungsgewahrsam genommen und 7 Personen zum Erlass eines Haftbefehls vorgefĂŒhrt worden, gab die Berliner Polizei auf X bekannt. ZwischenfĂ€lle gab es in der Nacht auch in Hamburg: Im Stadtteil Steilshoop wurden laut Polizei Passanten und EinsatzkrĂ€fte mit Pyrotechnik beworfen.
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