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    GvB

    Peking – Sechs Wochen nach Erhalt der Konzession für den Bau des geplanten Nicaragua-Kanals hat die Hongkonger HKND Group die Finanzierung des Mega-Projekts nach eigenen Angaben sichergestellt. “Unsere Investoren sind Großbanken und andere große institutionelle Anleger”, sagte der Vorstandsvorsitzende Wang Jing in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der britischen Zeitung “The Telegraph”. Für den Bau der Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik werden 40 Milliarden US-Dollar (30,3 Mrd Euro) veranschlagt.

    Innerhalb der kommenden zwei Monate werde er die Investoren aus China, Europa und den USA bekanntgeben, kündigte Wang an. “Das sind erstklassige Investoren.” Erst am Dienstag hatte der Staatssekretär im Washingtoner Wirtschaftsministerium, Walter Bastian, das Interesse von US-Firmen an dem Projekt angemeldet.(sic!)

    Das Bauvorhaben ist im In- und Ausland jedoch umstritten. Kritiker bezweifeln, dass die in Infrastrukturprojekten unerfahrene HKND Group den Bau stemmen kann. Zudem wirft die Opposition der nicaraguanischen Regierung vor, HKND zu weitreichende Rechte eingeräumt zu haben. Indigene Gruppen haben wegen der Verletzung ihrer Landrechte bereits Verfassungsbeschwerde gegen die Pläne eingelegt.

    Geplanter Verlauf schon vor Machbarkeitsstudie fertig

    Wang zeigte sich von der Kritik indes unbeeindruckt und legte ein beachtliches Tempo vor. “Ich bin hundertprozentig sicher, dass der Bau im Dezember 2014 beginnen kann und wir 2019 fertig sein werden”, sagte er.

    Schon vor Abschluss der Machbarkeitsstudie hat sich der Unternehmer nun offenbar auf eine Route festgelegt. Der Kanal solle von der Hafenstadt Brito am Pazifik durch den Nicaragua-See nach Bluefields an der Karibikküste führen, sagte Wang im Gespräch mit “The Telegraph”.

    Der Verlauf dürfte Umweltschützer auf den Plan rufen, die argumentieren, der Nicaragua-See sei bereits jetzt durch Abwässer stark verschmutzt und werde nach dem Bau des Kanals durch Supertanker noch weiter belastet.

    Der Nicaragua-See ist der größte See Mittelamerikas und gilt als wichtiger Süßwasserspeicher in der Region. “Der Schutz dieses Sees steht im Fokus unserer Machbarkeitsstudie”, sagte Wang. “Ich übernehme die Verantwortung für alle Umweltschäden. Ich habe meinen Mitarbeitern gesagt: Wenn wir in dem Bereich einen Fehler machen, werden wir mit Schimpf und Schande in die Geschichtsbücher Nicaraguas eingehen.”
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/finanzierung-des-nicaragua-kanals-ist-perfekt-a-914207.html

    Im Oktober 2009 gab es Verhandlungen mit der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate über die Finanzierung des Kanals. Die Gespräche fanden zwischen dem Außenminister der VAE, Sheikh Abdullah bin Zayed und Daniel Ortega statt.
    Die geplanten Baukosten betragen 40 Milliarden US-Dollar. Der Staat Nicaragua wird mit 51 Prozent Mehrheitseigentümer, während HKND 49 Prozent der Anteile übernimmt.[11][12] Zum Projekt gehört auch eine Eisenbahnverbindung, eine Pipeline, zwei Häfen und ein Flughafen.
    Die Regierung in Managua rechnet mit einer Bauzeit von 5 Jahren, HKND soll den Kanal bis zu 100 Jahre betreiben, was Kritiker als eine Einschränkung der Souveränität Nicaraguas sehen.

    Somit hat China einen Fuss in Südamerika…:-)

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