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    HeinrichNordpol

    Nach Besuchen im post-war Serbien sagte ich zu einer Freundin: In Krisenzeiten exprimieren Länder ihre Frauen. Das sagte ich zu einer Serbin, die als Dr. rer. nat. diesen Begriff aus der Immunologie natürlich sofort verstand. Dieselbe konnte – quasi nebenbei – perfekt Klavier spielen. Sozusagen von der alten Schule. Was ich aber jetzt sah, waren Wochenmärkte voller billigem Flitter und Fummel für Frauen, die sich damit “schmückten”. Zeitgleich zeigte das “befreite” serbische TV billige Soaps. Zehn Jahre später sieht hier so mancher Wochenmarkt so aus wie damals in Serbien. Nagelstudios sprießen wie Pilze aus dem Boden, früher verspottetes Provinz-Ambiente.
    Dass die Prostitution steigt ist ja nur die sichtbare Seite (die aber die selbsternannten “Medien” allzugerne aufgreifen). Ebenfalls: Geschlechtskrankheiten in den Vordergrund zu stellen passt in ein irgendwie zwanghafter werdendes Zeitalter (für das technologisch die Bewältigung von Geschlechtskrankheiten kein Problem sein sollte), das ganze fein garniert mit einer Note Multi-Kulti. Geht es wirklich darum? In Zeiten anspruchsvollerer (gelenkter) Berichterstattung hätte man das ganze wenigstens wegphilosophiert mit: “Liebe, das Brot der Armen”.
    Haben wir es nicht global mit soetwas wie : “Glitter und Fummel statt Gripps” zu tun? Gripps meint hier nicht IQ, sondern Kritikfähigkeit. Zu Zeiten (wenn auch herbeimanipulierter und instrumentalisierter) Emanzipationsbewegungen wäre eine solche Tendenz undenkbar gewesen. Das ist es, was die Krisenmacher so lieben: in Krisenzeiten geht es unintellektuell zu, es weht wieder dieser muffiger Geist von: “Wes’ Brot ich ess’, des Lied ich sing”. So gesehen habe ich die islamische “Gegenbewegung” der zunehmenden Verschleierung übrigens irgendwie verstanden, wenn auch nicht befürwortet. Natürlich müssen die “befreit” werden. Und am Ende all dieser Befreiungen steht dann die freie Liebe als “Love for Sale”. Wenn irgendwo ein Schild steht: “For Sale”, so ging dem ein Konkurs voraus, die Wucherer stehen schon bereit.

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