7 Comments

  1. 6

    Anonymous

    Weg mit dem scheiß antibiotikum (auf altgriechisch: gegen das leben)

    antibiotikum kann schon nach der ersten tablette krebszellen entwickeln.
    wenns verschwindet dann werden die menschen ENDLICH wieder zur naturheilmitteln greifen.

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  2. 5

    Reiner Dung

    Die Rückkehr der Seuchen

    Wenn Menschen Schneisen in Regenwälder schlagen und in bislang unberührte Ökosysteme vordringen, lauern dort auch neue Feinde – Krankheitserreger, die sich in Tieren eingenistet haben, aber durchaus auch auf Menschen überspringen können; Ebola ist nur ein Beispiel.

    Die zunehmende Antibiotika-Resistenz bakterieller Erreger macht den Ärzten weltweit zu schaffen. Sie ist die Folge des unkritischen Einsatzes dieser Medikamente in Medizin und Tiermast. So wurden Staphylokokken (Eitererreger) entdeckt, die gegen 31 Antibiotika gleichzeitig resistent sind.

    Das gleiche gilt für die Erreger von Tuberkulose und Gonorrhö. 1995 wurde in Madagaskar ein Fall von Beulen-Pest registriert, bei dem der Erregerstamm gegen acht verschiedene Antibiotika resistent war.

    http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-8002151.html

    Noch immer kennt die Wissenschaftswelt von dem Horrorerreger von 1918 nur die Bruchstücke einiger Gene, die schon vor der Grabung von Longyearbyen im konservierten Lungengewebe zweier amerikanischer Soldaten und im exhumierten Leichnam einer Eskimofrau gefunden worden waren. Alle drei Opfer hatte die spanische Grippe ebenso schnell dahingerafft wie die Männer auf Spitzbergen.

    Die Grippeepidemie war eine besonders grimmige Attacke jener winzigen Menschheitsfeinde, die in den vergangenen Jahrtausenden immer wieder Geschichte geschrieben haben. Den von ihnen ausgelösten Infektionskrankheiten fielen mehr Menschen zum Opfer als in allen Kriegen zusammen.

    “Loimos”, die Seuche, beendete 430 vor Christus das “Goldene Zeitalter” Athens. Der von der Anophelesmücke übertragene Malariaerreger verwandelte 1000 Jahre später Rom, die Metropole des Erdkreises, in eine traurige Ruinenstadt.

    Die mittelalterliche Pest zerstörte ganze Zivilisationen. In nur zwei Jahren, 1348 und 1349, raffte sie rund 25 Millionen Europäer dahin. “Ein Viertel der Welt starb”, klagte ein Zeitgenosse. Auch die von den Konquistadoren in die Neue Welt eingeschleppten Krankheitskeime hielten 400 Jahre lang furchtbare Ernte. Pocken und Masern, Typhus, Diphtherie und Scharlach töteten, wie manche Seuchenhistoriker schätzen, rund 90 Prozent der Ureinwohner Amerikas.

    Doch kaum ein Sendbote des Mikrobenreichs wütete in so kurzer Zeit so heftig wie das Grippevirus von 1918. Schon im Frühsommer hatte sich der Seuchenzug mit einigen leichteren Grippewellen angekündigt. Seinen Höhepunkt erreichte er Wochen später, mitten im Waffengedröhn der letzten deutschen Offensive in Frankreich, mit der die deutschen Armeen noch einmal die Entscheidung im Westen suchten.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-12138036.html

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  3. 4

    Wolfgang Rosner

    Die Meldung ist tragisch, aber keinesfalls neu. Die Bestürzung somit imho geheuchelt.

    Ich habe Ende der 1980er Landwirtschaft studiert. Damals war der Streit zwischen “Öko-Spinnern” und “Spritzie-Stinkern” heftig am Kochen. Das Thema “Antibiotikaresistenz” war damals – vor 25(!) Jahren – wesentlicher Bestandteil dieses Streites.

    Ein wichtiges Schlüsselerlebnis, mich zu den “Öko-Spinnern” zu gesellen, ereilte mich während des Praktikums auf einem (nach damaligen Maßstäben) großbäuerlichen Schweinemastbetrieb im Norden der “Republik”:

    Täglich ein halbes Dutzend Tote aus dem Bestand zu zerren – das nagt auch an den Nerven des abgebrühten Chefs. Also ab zum Tierarzt. Der Lehrling war dabei und berichtete: “Was ist das wichtigste Werkzeug des Tierarztes? Der Gabelstapler – um die Medikamente zu verladen!”
    Nach zwei Wochen (diesmal war ich selber Augenzeuge) fuhr der Tierarzt auf der Dorfstraße vor dem Hof vorbei. Mindestens 100 m von den Ställen entfernt. Scheibe runter gedreht, zum Chef am Straßenrand:
    “Moin Moin, alles wieder gut?” “Jo jo, alles wieder OK” ” na dann issa jut”
    Scheibe wieder hoch und ab die Post.

    Zwei Wochen Antibiotika-Behandlung für 1000 Schweine, auf der Basis einer im Nachhinein(!) im Vorbeifahren(!) erstellten Diagnose.

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  4. 3

    Rolf Müller

    Wenn das letzte Reserveantibiotikum auch noch seine Wirkung verliert, haben wir mittelalterliche Zustände, Menschen werden an Pest, Cholera und Typhus weltweit sterben. Dies ist nicht eine Frage des “ob” dies passieren wird, sondern nur noch eine Frage des “wann” dies passieren wird:
    http://www.mrsa-sanierung.de

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