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  1. 2

    jackcot

    Entscheidend ist doch wohl die Frage, wie kann man solch ein Ereignis vermeiden:
    Meiner Ansicht nach sind zwei Dinge notwendig: Das erste liegt an einem selbst, während das zweite naturgegeben ist (oder eben nicht):

    Die erste Eigenschaft zur Vermeidung von totalem Abseilen ohne Vorwarnung ist eine eigene gefestigte Persönlichkeitsstruktur. Diese äußert sich insbesondere darin, daß man weiß, was und wen man will.

    Die zweite Eigenschaft ist eine erhöhte Sensibilität. Letztere ist vermutlich angeboren, man kann sie aber z. B. mittels Alkohol oder/und anderen Rauschmitteln reduzieren, was man weitgehend selbst in der Hand hat.

    Da viele Zeitgenossen und -Genossinnen leider nicht nur EINE Persönlichkeit sondern mehrere haben (bis zur manifesten Einfach- oder Mehrfach-Schizophrenie im med. Sinne), wobei bei Normalos die Überzähligen (im Sinne von mehr als eine) meist +/- gut gespielt sind, ist es erforderlich, das einem möglicherweise vorgespielte Verhalten rechtzeitig zu erkennen bevor man mit der Person eine stärkere Bindung eingeht.

    Nach meinen Erfahrungen gelingt dies am besten, wenn man die Person, mit der man sich eventuell liieren will, einer anstrengenden, herausfordernden, belastenden Situation aussetzt und dabei ihre Reaktion darauf sehr genau beobachtet. Denn meist ist es so, daß Menschen in solchen Extremsituationen sehr schnell ihre Schauspielerei fallen lassen (wie eine Maske) und die eigentliche Persönlichkeit (das wahre Gesicht) zum Vorschein kommt.

    (Ich habe meine potentielle Liaisonen in jeweils recht frühzeitigem Stadium immer mit auf eine Berg- oder Skitour genommen und dabei beobachtet, wie sie sich bei Müdigkeit (bzw. bei Übermüdung), bei Durst, bei Wetterstürzen, bei Blasen an den Füßen, in Notsituationen u.a. verhalten. Alle Schauspielerei war da jeweils nach wenigen Stunden Anstrengung wie weggeblasen und der eigentliche Charakter, sozusagen die Ur-Persönlichkeit kam dann zum Vorschein. Da kann sich nämlich niemand mehr verstellen!

    Dies hat mir meine Entscheidung die Beziehung zu vertiefen oder abzubrechen mehrmals sehr erleichtert bis ich mit dieser Methode die Richtige gefunden hatte. Und mit der geht es jetzt immerhin schon seit 45 Jahre ohne jemals mit dem Gedanken spielen zu müssen mich aus dem Staub zu machen oder mich in eine innere Emigration zurück ziehen zu müssen (und wechselseitig natürlich auch), trotz extremster Herausforderungen, die über das Übliche in diesem Land in unserer Zeit weit hinausgingen.

    Im normalen Alltag kann man Persönlichkeitsdefizite des potentiellen zukünftigen Ehe-/Lebenspartners nur sehr schwer erkennen, wenn überhaupt! Macht man da einen Fehlgriff, kann das zum Schrecken ohne Ende werden.

    ( Neulich hatte ein guter Freund und Nachbar zum Anlasse seiner Goldenen Hochzeit dazu zu meinem Sohn gemeint: “50 Jahre Martyrium”!

    Nun seine Alte ist, nicht nur meiner Meinung nach, eine absolute Zumutung, ein tyrannischer, völlig unsensibler, herrschsüchtiger, dummer Hausdrachen, den dieser feinsinnige, wissensdurstige, gutmütige, hilfsbereite, freundliche Gentleman-Praktiker wirklich nicht verdient hat. Sie hatte ihm vor ihrer Liaison eine Kommödie vorgespielt und dabei vermutlich eine ganze Schauspielertruppe ersetzt …. bis sie ihn mit Schwangerschaft “am Wickel” hatte, wie er uns erzählt hat.

    Wenn er meine Methode angewendet hätte, hätte sie dabei die Maske sicher fallen lassen und er voller Graus noch rechtzeitig das Weite suchen können.
    Man sollte vor einer Liaison immer im Hinterkopf haben:
    !Schönheit vergeht, der Rest bleibt”! “Darum prüfe, wer sich ewig bindet …”!

    Und meist bleibt einem auch die Verwandtschaft (auch die muß man im Auge haben, weil auch sie passen muß!), die oft ja auch eine üble Rolle spielt und dem Betroffenen zusätzlich das Leben zur Hölle machen kann. Auskünfte über sie rechtzeitig in der Nachbarschaft einholen, kann einem da so Manches ersparen!
    jackcot

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  2. 1

    HERZ ENGEL C

    Manchmal ist ja so, daß man die Beziehung beendet, weil der Andere einem so verletzt hat, daß etwas grundlegend Existentielles, vernichtet wurde.
    Etwas, das der Andere aufgebaut hat, über viele Jahre gesucht, dann endlich gefunden, dann vom Anderen, manchmal nach Jahren des Nörgelns, endlich von dem, der wegging, absichtlich zerstört wurde.
    Damit die Grundlage des Zusammenlebens zerstört, obwohl man den Anderen noch geliebt hat, ist man gegangen.
    Wie tragisch.

    Schlimm immer für die Kinder. sie fühlen sich vom Vater verraten und verlassen.
    Sind sie auch, aber ehe man seelisch stirbt, ist das der letzte Ausweg.

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