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  1. 1

    Wolfgang Rosner

    Ach Du Schande.
    Jetzt beginn ich grade, den Kondratieff-Zyklus als gesteuerten Doppelzyklus zu verstehen, und die Welt rumpelt womöglich gerade in den Zündfunken.

    Stefan Schulmeister hat die These aufgestellt, der Kondratieff wäre ein Wechselspiel zwischen Real- und Finanzkapital. Ein Wechselspiel, das ich auch auf meiner Seite “Geld-frisst-Mensch” für die Finanzkrise rausgearbeitet hatte. Ein linker “Freund” hat mich damals mit dieser Idee in den “braunen Sumpf” gehetzt, in dem ich nun seitdem – öffentlich relativ unbemerkt – nach einer Schatzkiste suche. Denn dieser Sumpf scheint mir künstlich angelegt – qui bono?

    Drei Überlegungen sprechen für diesen Doppelzyklus:
    (1) Die Weltleitwährung wechselte ca alle 100 Jahre das Heimatland (oder besser: das Wirtsvolk), also in etwa das doppelte eines Kondratieff-Zyklus
    (2) Die Kondratieffs kann man als Wechselspiel zwischen stationärer und mobiler Entwicklung jeweils der selben Schlüsseltechnologie sehen:
    K 1 = Dampfmaschine, K 2 = Eisenbahn+Dampfschiff
    K 3 = Petrochemie, K 4 = Automobiler Verkehr
    K 5 = Digitalisierung, K 6 = Digitale Vernetzung (internet, IoT, 5G….)
    (3) In Laurent Guyénot’s “From Yahweh to Zion”, den ich als Geschichte eines “dialektischen Spiritualismus” interpretiere, finden sich Hinweise, daß sich die Wirtsvölker des Geldes aus (1) evtl. recht gut mit den +- Wanderungsbewegungen eines sich auserwählt wähnenden Volkes bzw. ggf unerkannten Teilen davon korrelieren lassen. Das betrifft nicht nur die Zeit seit der Dampfmaschine, sondern auch vorherige Finanzzyklen in Spanien, Portugal, Venedig, Holland, Belgien.

    Interessanterweise finden sich (ich denke es war bei Nefiodow, “Der sechste Knodratieff”) Extrapolationen vor die Dampfmaschinenzeit mit genau diesen Ländern.

    Es könnte sich also in etwa grob wie folgt darstellen:
    Wie der Viertakt-Ottomotor einen Arbeits- und einen Gaswechselzyklus hat, weist auch der Kondratieff einen solchen aus.
    Ein einzelner Hub hat eine Expansionsphase (Vermögen wird real geschaffen) und eine Kompressionsphase (Vermögen wird in die Geldsphäre geschoben)
    Ein Stationärer Hub ist wie der Arbeitstakt beim Viertakter: Eine Basistechnologie wird geschaffen, ein Land – in dem grad zufällig das Geld wohnt – wird reich dabei. Danach folgt ein mobiler Hub: die Technologie wird international verschiebbar, das alte Wirtsvolk kann zusammen geklappt werden, das Geld zieht samit dieser Technologie um und investiert die Gewinne auf unverbrannter Erde in den nächsten Arbeitszyklus.

    Also:
    England hat die Dampfmaschine groß gemacht, die Finaziers haben sie übernommen, als Dampfschiff und Eisenbahn zog sie nach Amerika und hat dort per Portfoliosubvention die Entwicklung der Petrochemie finanziert.
    Amerika wurde mit Petrochemie, Autos, Flugzeugen groß und hat damit die Entwicklung der Computertechnologie finanziert.
    Mit Internet und Handy wechselte die Technologie nach Asien – nun speziell China – und mit ihm die Heimat des Geldes.

    Damit wäre die Medizintechnik nicht der sechste Kondratieff, wie von Nefiodow postuliert, sondern der siebte.
    Sehen wir nicht genau das beim Aufbau der Corona-Kliniken?
    Wenn die Wirtschaft Chinas und der Welt jetzt zusammen bricht, gibt es für die Finanzmagnaten billiges Realkapital zum Einsammeln.
    Vor allem wenn man die Entwicklung des Corona-Virus besser prognostizieren kann als der Rest der Welt – weil man die Erschaffer selber finanziert hat.

    Spekulationen, sicher.
    Aber eine These kann man nur überprüfen, wenn sie formuliert ist.
    Die These verdient sicher auch sorgfältigere Analyse, aber der schnelle Lauf des aktuellen Weltgeschehens lassen diese Zeit vielleicht nicht zu.

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