Hoeneß Affäre: Gehört das Hoeneß Konto dem FC Bayern München?

Das Millionen-Konto in der Schweiz gehört in Wahrheit angeblich dem FC Bayern München und nicht Uli Hoeneß. Das behauptet ein Informant. Über das Konto sollen angeblich Schwarzgeld und Bestechung abgewickelt worden sein.

Das Geld floß nach Informantendarstellung über getürkte Devisengeschäfte.

Die Welt rätselt über die Millionengewinne auf dem Hoeneß Konto. Der Bayern München-Chef gestand angeblich alles. In rekordverdächtiger Eile wurde der Prozeß in nur drei Tagen beendet. Hoeneß muss ins Gefängnis. Ist die Geschichte damit erledigt? Wahrscheinlich nicht. Vielleicht steht die Affäre vor einer ganz neuen Wende. hier weiterlesen

Da geht’s um mehr: Will Uli Hoeneß den FC Bayern (Meister 2014) schützen? Millionen hinterzogen, Selbstanzeige verbockt? Na, dann mal eben zwei Jahre absitzen und die Fußballer-Ehre ist gerettet. Aber halt –gut informierte, ja, ausgebuffte Finanzkriminellen-Kreise aus der Schweiz, da wo Hoeneß bis zu 140 Millionen gebunkert hatte, bezweifeln seine Version: Sooo einfach sei es nun auch wieder nicht, dreistellige Millionenbeträge zusammen zu zocken. Spekuliert wird nun u.a. über Schmiergelder bei Millionenablöse für Profifußballer. Da reicht Knast kaum noch aus: hier weiter 

SCHLAGOBERS HOENESS: ABSAHNER ABGESTÜRZ – Ein Absahner ist schon schlimm genug, aber ein Absahner, der sich auch noch zum Moralapostel aufschwingt? Aber Uli Hoeneß, ein Fußballgott und Wurstfabrikant? Dem deutschen Stammtisch somit fast ein höheres Wesen, stand er jenseits aller Kritik. Aus und vorbei. Denn sogar die Mehrheit der Deutschen ist auf einmal kritisch gegenüber Hoeneß eingestellt. hier weiter

Sie hatten schon immer den Verdacht, dass Finanzämter auch ein Instrument zur Disziplinierung aufmüpfiger Bürger sind? Dann sollten Sie hier weiterlesen.

Schweizer Banker zweifeln an Hoeneß‘ Version vom Einzel-Zocker – „Für einen Hoeneß ist es in diesem Markt unmöglich, aus 20 Millionen Mark zeitweise 150 Millionen Euro zu machen. Das ist völlig absurd“, zitiert der Tagesanzeiger einen Insider. hier weiter

Was macht die Steuerfahndung? Wie arbeitet sie? Wie groß ist ihre Macht wirklich? Ein Blick hinter die Kulissen einer Institution, über die die meisten Menschen fast nichts wissen, die aber allen ein latent unangenehmes Gefühl bereitet. hier weiter

Skandal um Moral-Apostelin Alice Schwarzer? Jahr­zehn­te­lang soll Alice Schwar­zer eine erheb­li­che Geld­summe in der Schweiz gebunkert ha­ben, ohne daß der deut­sche Fiskus da­von wusste. Die Fe­mi­nis­tin hat Selbstan­zeige beim Finanzamt er­stat­tet und eine sechs­stel­lige Summe nach­ge­zahlt. hier weiter

Ein neuer Skan­dal um die be­kannte Moral-Apostelin Alice Schwarzer: Aus zu­ver­läs­si­ger Quelle liegen dem tor­nante blog In­for­ma­tio­nen vor, daß Ver­brau­cher­schüt­zer – an­ge­führt von Jörg Ka­chel­mann – Klage ge­gen den ”EMMA On­line Shop” der Alice Schwar­zer führen. hier weiter

Macht und Missbrauch – Franz Josef Strauß gilt als Ikone der CSU. Edmund Stoiber bezeichnete ihn als »größten Sohn« der Partei. Andere CSU-Spitzenpolitiker verlangen für Strauß gar einen Platz in der Ehren- und Ruhmeshalle Walhalla bei Regensburg. Mehr als 20 Jahre nach Strauß Tod wird so ein Mythos gehegt, der im krassen Gegensatz zur Realität steht. Seine Gier nach Macht und Geld ließ den einstigen CSU-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten sich selbst zum Gesetz erheben: Er setzte ihm genehme Beamte in Schlüsselpositionen ein, begünstigte befreundete millionenschwere Unternehmer und griff in amtliche Entscheidungen ein. hier weiter

 

Schweizer Banker zweifeln an Hoeneß‘ Version vom Einzel-Zocker

Insider bezeichnen die Vorstellung als „absurd“, dass Ulli Hoeneß sein Vermögen ganz allein auf über 150 Millionen Euro vermehrt hat. Für einen Einzelnen Akteur sind solche Gewinne aus Devisenhandel „unmöglich. Der Verdacht bleibt bestehen, dass Ulli Hoeneß mit seinem Verzicht auf eine Revision in dem Urteil andere Akteure decken will.

Die Steuerhinterziehung ist beendet. Ulli Hoeneß hat eine Haftstrafe erhalten und will das Urteil nicht anfechten. Dennoch bleiben viele Fragen unbeantwortet. Vor allem das Bild des einzelnen Zockers hält einer näheren Analyse kaum stand.

Im Markt mit Auslandswährungen (Forex) tummeln sich Banken, Hedgefonds, Investmentfonds und multinationale Konzerne. Die Zinsunterschiede zwischen den Währungsräumen sind minimal und nur wer mit extrem hohen Summen handelt, kann Gewinne in dieser Größenordnung machen.

„Für einen Hoeneß ist es in diesem Markt unmöglich, aus 20 Millionen Mark zeitweise 150 Millionen Euro zu machen. Das ist völlig absurd“, zitiert der Tagesanzeiger einen Insider.

Außerdem verfüge Ulli Hoeneß nicht über die notwendigen Ressourcen, um eine komplexe Marktanalyse vorzunehmen, wie es Hedge- und Investmentfonds können. Sie beschäftigen ganze Teams professioneller Marktbeobachter rund um die Uhr, um die Grundlagen für Investitionsentscheide zu liefern. Private und Laien könnten damit nicht mithalten, so die Argumentation.

Der Devisenhandel wird in Finanzkreisen auch als Kasinogeschäft bezeichnet. Die Vorstellung, dass Uli Hoeneß über Jahre hinweg nur Volltreffer gelandet habe, kommt einer jahrelangen Glückssträhne beim Roulette gleich.

Verluste sind auch bei Experten an der Tagesordnung. Vom Gericht in München nach seiner Strategie befragt, konnte Hoeness keine klare Antwort zu geben. „Er machte nicht den Eindruck eines Börsenhändlers, der wusste, was er machte“, sagt ein Prozessbeobachter.

Hoeness gerät in den Verdacht, andere Akteure mit seinen ausweichenden Antworten zu decken. Auch die Tatsache, dass er nicht in Berufung geht, hat nicht nur mit seiner Vorstellung von Anstand und Verantwortung zu tun. Es geht auch darum, dass durch eine neue Beweisaufnahme noch mehr Informationen ans Licht kommen könnten, die nicht nur sein eigenes Strafmaß nach oben anpassen, sondern auch bis dahin unbekannte Geschäftspartner auffliegen lassen könnte.

Die Manipulation mit Devisengeschäften läuft nach einem simplen Schema ab, wie der Tagesanzeiger es skizziert:

„Zwei Komplizen wechseln über das Bankkonto des einen eine Geldsumme in Fremdwährung unter dem Marktpreis, um sie zeitgleich zu einem höheren Kurs zu verkaufen. Auf den ersten Blick ist Geschäftsmann A in diesem Spiel der Verlierer, weil er die US-Dollars unter dem Marktpreis verkauft hat. Vielleicht weiss er aber, was er tut, und steckt als Finanzchef des Unternehmens U mit Kunde K unter einer Decke. Er verkauft die Dollars zum Schaden des Unternehmens zu einem schlechten Preis. Vom Gewinn, der bei K landet, kriegt er am Ende die Hälfte.“

Das ist reine Theorie. Bei Hoeness gilt die Unschuldsvermutung.

Was gegen gegen ihn spricht, ist die Herkunft seines Startkapitals. Ulli Hoeneß verfügte über 5 Millionen Mark und angeblich weiter 15 Millionen in Bürgschaften von Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus. Überprüft wurde das bislang nicht. „Die deutschen Strafverfolger können nicht über die Herkunft der Mittel und die Bareingänge respektive Barbezüge hinwegsehen“, heißt es aus Anwaltskreisen.

Fraglich ist auch, wie sehr Ulli Hoeneß in die wiederholten Korruptionsvorwürfe gegen den FC Bayern München verwickelt ist. Im Fokus steht auch die Bank Vontobel, die mit Ulli Hoeness die Devisengeschäfte abwickelte.

Es gibt über 10.000 Seiten, in denen Finanztransaktionen von Ulli Hoeness dokumentiert sind. Die Vermutung liegt nahe, dass in dem aus Zeitmangel teils ungesichteten Material noch Informationen verborgen sind, die den Skandal über die Steuerhinterziehung und das Geheimrezept seines Erfolges beim Devisenhandel vervollständigen können.

Quellen und Linkverweise:

Was macht die Steuerfahndung? Wie arbeitet sie? Wie groß ist ihre Macht wirklich? Ein Blick hinter die Kulissen einer Institution, über die die meisten Menschen fast nichts wissen, die aber allen ein latent unangenehmes Gefühl bereitet. hier weiter

Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht. Doch im Alltag begegnet man so manchen Denk- und Redeverboten. Thilo Sarrazin analysiert in seinem neuen Buch den grassierenden Meinungskonformismus. Wer Dinge ausspricht, die nicht ins gerade vorherrschende Weltbild passen, der wird gerne als Provokateur oder Nestbeschmutzer ausgegrenzt. hier weiter

Hoeneß Anklage: Die Vorwürfe gegen FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß sind deutlich umfassender als bisher bekannt.

Überraschung beim Verlesen der Anklageschrift: Die Vorwürfe gegen FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß sind deutlich umfassender als bisher bekannt.

Hoeneß vor Gericht

Er soll nicht nur 3,55 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben, sondern sich auch zu Unrecht 5,5 Millionen Euro an Verlustvorträgen aus seinen privaten Veräußerungsgeschäften gesichert haben.

So soll er seine Steuerschuld weiter nach unten gedrückt haben.

Hoeneß wird beschuldigt, “durch sieben selbständige Handlungen gegenüber den Finanzbehörden unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht und dadurch Steuern verkürzt zu haben”.

Die Fakten und Zahlen: Über ein Schweizer Bankkonto hat Hoeneß offenbar 33,5 Millionen Euro nicht versteuert, woraus sich eine Summe von gut 3,5 Millionen an nicht gezahlten Steuern ergibt.
Zusätzlich habe Hoeneß zu Unrecht steuerliche Verlustvorträge aus Geldgeschäften in Höhe von 5,5 Millionen Euro erhalten. Diese ergeben sich aus den nicht deklarierten Gewinnen. Denn Gewinne aus Spekulationsgeschäften schmälern in der Steuererklärung den Verlustvortrag.

Die Kernfrage in dem Verfahren ist, ob die Wirtschaftskammer am Landgericht unter Vorsitz von Richter Rupert Heindl die Selbstanzeige von Hoeneß von Anfang 2013 ganz oder zumindest teilweise als strafbefreiend bewertet.

UPDATE: 14:50

Uli Hoeneß: “Ich bin jetzt froh, dass alles transparent auf dem Tisch liegt”, sagte der 62-Jährige im Münchner Justizpalast. Kurz zuvor hatte sein Anwalt Hanns W. Feigen gesagt, Hoeneß habe in den Jahren 2003 bis 2009 weitere 15 Millionen Euro am Fiskus vorbei geschleust.

Das sind dann insgesamt 18,5 Millionen Euro und deutlich mehr als die 3,5 Millionen Euro, die ihm die Anklage vorwirft. Hoeneß gebe die hohe Summe aus freien Stücken zu, betonte sein Anwalt.

Die höhere Summe ergebe sich aus einer nun vorliegenden Aufstellung von Devisen-Geschäften zwischen 2002 und 2005, erklärte Hoeneß. Die vor 2003 hinterzogenen Steuern sind jedoch bereits verjährt.