Julija Tymoschenko: Lasst Julija Tymoschenko endlich frei – bevor es Krieg gibt!

Man kann bei den Destabilisierungsmethoden der NATO eine gewisse Arbeitsteilung beobachten zwischen den USA einerseits, die sich hauptsächlich mit China beschäftigen, und Europa andererseits, wo es jetzt vor allem um die Ukraine geht. Julija Tymoschenko, die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin, ist die zentrale Figur. Im vorigen Jahr, 2011, wurde Julija Tymoschenko schließlich zu einer Haftstrafe verurteilt wegen ihrer Rolle bei den Gasabkommen mit Russland im Januar 2009. US-Journalist Webster Tarpley plädiert: Lasst Tymoschenko endlich frei!

Veröffentlicht am 11.05.2012 von 

Die Destabilisierungskampagne der NATO, der Anglo-Amerikaner, gegen nahezu alle Staaten der Erde, setzt sich unvermindert fort. Diese Kampagne, die auch Russland einschließt, ist dort zwischen Dezember 2011 und März 2012 allerdings gescheitert. Die Bemühungen gegen Syrien dauern noch an. Und jetzt gerät auch die Ukraine unter Druck. Der Fall Julija Tymoschenko zeigt deutlich, wie die ausgemachten Ziele hartnäckig verfolgt werden. US-Journalist Webster Tarpley plädiert: Lasst Tymoschenko endlich frei!

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Statement im Fall Timoschenko – Staatsanwaltschaft Ukraine sagt: Timoschenko Julia simuliert!

Die Story erinnert ein wenig an den Streit um die Vergiftung des Timoschenko-Partners und Ex-Präsidenten Viktor Juschtschenko. Das Gesicht des als “schönster Mann der Ukraine” geltenden Juschtschenko war durch eine Hautvergiftung fürchterlich entsstellt worden. Juschtschenko behauptete, die ukrainischen Geheimdienste hätten ihn vergiftet; schweizer Ärzte bescheinigten ihm eine Chlorakne; die Kiewer Regierung warf ihm Selbstverstümmelung vor. Inzwischen ist das Gesicht Juschtschenkos weitgehend geheilt. Quelle: aktuell.ru

Nach Mitteilung der zuständigen Staatsanwaltschaft im Verwaltungsgebiet Charkow könnte sich Julia Timoschenko die zahlreichen blauen Flecke an Armen, Beinen und im Bauchbereich selbst zugefügt haben. Jedenfalls handele es sich nicht um die Spuren von Gewaltanwendung durch Vollzugsbeamte, wie Timoschenko selbst erklärt.

Nach Meinung von Gerichtsmedizinern sind die Hämatome nicht am 20.April entstanden. Auch seien sie nicht die Folge eines Handgemenges oder eines Faustschlages in den Bauch, sondern die Spuren von “Druck durch stumpfe feste Gegenstände”. Das ergebe sich auch daraus, wo die Flecken sind. Sie könnten durch “relativ geringen Druck” ausgelöst worden sein, schreibt die “Ukrainische Prawda” unter Berufung aus Staatsanwaltschaft und Gerichtsmediziner. Einen Faustschlag in den Bauch habe es “auf gar keinen Fall” gegeben. Die Ärzte stützen sich allerdings mit ihrer Diagnose nicht auf eine medizinische Untersuchung von Julia Timoschenko selbst, da diese Zusammenarbeit mit ukrainischen Medizinern hartnäckig verweigert, weil sie ihnen nicht traut.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Behörden versucht, Timoschenkos Glaubwürdigkeit zu erschüttern. Es tauchte eine Videoaufzeichnung der Zellenüberwachungskamera auf, auf der zu sehen ist, wie eine Frau, die Timoschenko sehr ähnlich ist, in der Zelle auf und ab geht. Als Timoschenkos Anwalt die Zelle betritt, legt die Frau sich schnell hin und schlüpft unter die Decke.Timoschenko selbst erklärt, sie könne wegen ihres Rückenleidens nicht aufstehen. Ärzte der Berliner Charite bescheinigten ihr einen doppelten Bandscheibenvorfall. Mit ihrem Hungerstreik protestiert Timoschenko gegen Misshandlung und Haftbedingungen und will durchsetzen, dass sie im Ausland behandelt werden kann.

Sie wolle solange hungern, wie es politische Repressionen in der Ukraine gibt, die von Präsident Viktor Janukowitsch in ein KZ verwandelt werde. Darauf wolle sie die Welt aufmerksam machen.