Hin und wieder muß wohl ein “Fall” her, mit dem man einen Polizeistaat samt wachsender Überwachung der Bevölkerung irgendwie legitimieren kann. Quelle: Von Klaus Wallmann sen – Randzone-Online.de
Nach den islamistischen Kofferbomben 2006 in Köln, war es diesmal die ehemalige deutsche Hauptstadt Bonn, die nur “haarscharf” einer “Katastrophe” entging. Beweis dafür eine blaue Tasche am Gleis 1 im Bonner Hauptbahnhof – die freundlicherweise geöffnet dastand und aus der “Drähte” herausschauten. Natürlich hatte ein Mann das so einsam rumstehende verdächtige Objekt entdeckt und die Polizei alarmiert. Und es gab auch sofort Zeugen, die drei(!) junge Männer beim Abstellen der kleinen Tasche beobachteten.
Diese Tasche war zuerst eine nicht funktionstüchtige Rohrbombe, ehe sie am nächsten Tag zu einer “potentiell funktionsfähigen” Bombe wurde. Nach neuesten Erkenntnissen der Kriminaltechnik wurde diese Bombe “offenbar”sogar gezündet. Nur detonieren wollte sie nicht. Für diese “Theorie”sprächen eine in der Tasche gefundene Batterie mit sehr niedrigem Ladestand, sowie Rußspuren an einem Draht. Zuvor berichteten die bürgerlichen Medien jedoch, daß die Tasche vor Ort durch Beschuß mit einem Wassergewehr kontrolliert gesprengt wurde, so daß man anschließend nicht mal mehr einen Zünder finden konnte. Jetzt spricht man von einem “Metallrohr, das zündfähiges Ammoniumnitrat enthielt und mit vier Druckgaspatronen umwickelt war”. Auch ein “Wecker” fand sich, der zusammen mit der Gott sei Dank fast entladenen Batterie als Zünder dienen sollte. Später erklärte der stellvertretende Generalbundesanwalt Griesbaum jedoch, daß man keinen Zünder gefunden habe.
Und wie 2006 in Köln wurde auch die Bonner Bombe “fehlerhaft” gebaut, obwohl die Bauanleitung von einer Internetseite stammen soll, die natürlich ein Al-Qaida-Ableger im Jemen betreibt. Bis auf wenige Abweichungen sei die Bombe der dortigen Konstruktion “identisch” – tatsächlich ist sie also nicht identisch. Davon abgesehen, müssen diese gefährlichen Terroristen technisch gesehen ziemliche Deppen sein. Allerdings sind sie immerhin schlau genug, um ihre nicht funktionierenden Sprengsätze dort zu plazieren, wo sie von keiner Überwachungskamera erfaßt werden können.
Festgenommen wurden dennoch umgehend mehrere “Verdächtige”, die natürlich dem “salafistischen Umfeld” entstammen. Leider mußte man sie “sehr schnell” wieder gehen lassen. Statt dessen fahndet man nun nach einem “dunkelhäutigen” Mann – nein, das ist schon wieder überholt – man fahndet aktuell nach einem hellhäutigen Mann. Die Angaben der “Zeugen” charakterisiert man inzwischen als mehr oder weniger diffus. Dennoch übernahmen nun die Bundesanwaltschaft und das Bundeskriminalamt (BKA) die Ermittlungen, gäbe es jetzt doch “belastbare Hinweise” auf einen “versuchten Sprengstoffanschlag einer terroristischen Vereinigung radikal-islamistischer Prägung”. Zumindest habe der “Hauptverdächtige” Verbindungen zu diesen Kreisen.
Und also muß die Bevölkerung wachsam sein und alles “Verdächtige” der Polizei melden. “Wir müssen leider immer wieder damit rechnen, dass so etwas gerade an Bahnhöfen passieren kann”, so Herr Witthaut, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in einem Phoenix-Interview. Denn: “Deutschland ist nach wie vor ein Angriffsziel von dem ein oder anderen Terroristen.” Jawoll. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), der Herr Schulz lenkte in einem Spiegel-Interview den Blick auf einen weiteren Aspekt: “Dieser Vorfall macht deutlich, dass wir bei aller berechtigten Fokussierung auf den Rechtsextremismus auch andere Gefahrenherde nicht unterschätzen dürfen.” “Die Politik”, so die veröffentlichte Meinung des Herrn Schulz, solle endlich aufhören die Ressourcen der Behörden je nach Bedarf hin- und herzuschieben. “Die Politik” müsse statt dessen eine kontinuierliche Arbeit der Behörden auf hohem Niveau ermöglichen.
Womit wir wieder beim Thema – der polizeistaatlichen Überwachung auf hohem Niveau – und der Frage “Cui bono” – wem nützen derartige terroristische Attentate – wären …









