Golf-Monarchien wollen Iran mit niedrigem Ölpreis zermürben!

Die ölreichen Golf-Monarchien gewinnen zunehmend an Macht, um Regierungen zu stürzen, stellt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag fest. Quelle: de.rian.ru

In der Zeit des Kalten Krieges hatten die führenden Golf-Monarchien Katar und Saudi-Arabien kein großes Gewicht gehabt, obwohl sie mit den USA zum Zusammenbruch der Sowjetunion beigetragen hatten, indem sie den drastischen Sturz der Ölpreise organisiert hatten. Einer der politischen Erzfeinde der Golf-Monarchien ist der Iran als aufstrebende Führungsmacht in der muslimischen Welt. Syrien als wichtiger Verbündeter des Irans soll deswegen ausgeschaltet werden. Laut Informationen in der Presse wollen die sunnitischen Golf-Monarchien die iranische Wirtschaft zerstören, indem mehr Öl gefördert und dessen Preis auf 60 US-Dollar je Barrel gedrückt werden soll.

Diese Informationen sind zwar zweifelhaft, aber Tatsache ist, dass Saudi-Arabien im März Russland als weltweit größter Ölförderer ablöste. Der Preis von 100 US-Dollar je Barrel ist nach Ansicht von Experten die niedrigste Gewinnschwelle für viele ölfördernde Länder, einschließlich des Iran. Ein weiterer Rückgang des Ölpreises würde die wirtschaftliche Situation im Iran, die ohnehin von den UN-Sanktionen belastet ist, noch weiter zuspitzen. Dies kann zu einer politischen Krise und zum Regimewechsel führen.

Wenn die sunnitischen Golf-Monarchien versuchen sollten, das Regime in Teheran mit der Abwertung des Ölpreises zu stürzen, dann würde das auch Russland zu spüren bekommen.

Linkverweise:

Es geht um Öl – eine hervorragende Geschichte über die ÖL-Kartelle – sehenswert!

Irak Krieg 2003: USA und GB teilten Iraks Öl bereits vor Kriegsbeginn auf

Im Westen nichts Neues – Die   britische   Zeitung The Independent berichtet, dass Großbritannien und die USA noch vor einer eigentlichen Bekanntgabe einer Invasion des Iraks die Ölvorräte des Iraks untereinander aufteilten. Das zeigen jetzt Dokumente, die von der Regierung veröffentlicht wurden und die bisher geheimgehalten wurden. Die Dokumente mussten im Rahmen einer Ermittlung über die Rolle Großbritanniens im Irakkrieg veröffentlicht werden. Quelle: petersdurchblick.com

Damals hatte Shell Berichte über Gespräche mit der englischen Regierung über die Aufteilung des irakischen Öls als “höchst ungenau” abgetan. BP hat jegliche “strategischen Interessen” im Irak dementiert, während Tony Blair die “Öl-Verschwörungstheorie” als das Absurdeste bezeichnete.

Nun zeigen die Dokumente aber ein ganz anderes Bild. Fünf Monate vor der Invasion des Iraks im März 2003 hat Baroness Symons, der damalige Handelsminister Großbritanniens, BP mitgeteilt, dass die Regierung glaube, dass den britischen Energiefirmen ein Teil der enormen Öl- und Gasvorräte Iraks zukommen sollten als Entschädigung für Tony Blairs militärischen Einsatz bei den US-Plänen für einen Regimewechsel im Irak. Die Dokumente zeigen, dass die Briten für BP bei den USA Lobbyarbeit für dieses Ziel betrieben haben, da der Ölgigant fürchtete, ausgesperrt zu werden bei Plänen, die die USA damals mit russischen, französischen und US-amerikanischen Ölfirmen schmiedete.

Das Außenministerium lud britische Ölkonzerne am 6. November 2002 anlässlich der Diskussion von Möglichkeiten und Chancen “nach dem Regimewechsel” im Irak ein. Der damalige Außenminister Großbritanniens, Edward Chaplin, hat damals laut Mitschnitten des Treffens gesagt: “Irak ist die große Ölchance. BP versucht verzweifelt, da rein zu kommen, um seine langfristige Zukunft zu sichern (…) Wir haben uns dem Ziel verschrieben einen fairen Anteil daran für britische Unternehmen in einem Post-Saddam-Irak zu erhalten.

Während BP also öffentlich wiederholt sagte, “kein strategisches Interesse” im Irak zu haben, hielt es geheime Gespräche mit der Regierung, in denen BP das irakische Öl als wörtlich “wichtiger als alles andere, was wir für eine lange Zeit gesehen haben” bezeichnete.  Während der Invasion noch wurden 20-jährige Kontrakte unterzeichnet, die die größten in der Geschichte der Ölindustrie waren. Sie deckten die Hälfte der irakischen Ölvorkommen – 60 Milliarden Barrels Öl – ab.

Die Lizenzen wurden von Unternehmen wie BP oder CNPC (China National Petreoleum Company, da steckt auch der Westen dahinter) gekauft – beide Konzerne machen jetzt einen Jahresgewinn von 658 Millionen Dollar alleine aus dem Rumaila-Feld im Süden Iraks. In der vergangenen Woche erhöhte der Irak seine Ölproduktion auf 2,7 Millionen Barrels – das war der höchste Stand seit einem ganzen Jahrzehnt.

Links:

Es geht um Öl (1v2) Weltkrieg.CCDie Rivalität zwischen dem Amerikaner Rockefeller und den Brüdern Alfred und Ludvig Nobel prägte von Anfang an die Erdölindustrie. Der Erste Weltkrieg wurde hauptsächlich dank der Öltransporte von Rockefellers Standard Oil Company gewonnen. Als der amerikanische Magnat 1916 von der Unterzeichnung des geheimen Sykes-Picot-Abkommens und der britisch-französischen Aufteilung des Nahen Ostens erfuhr, dessen schwarzes Gold er ausbeuten wollte, setzte er die Lieferungen aus. hier zum Film

Sykes-Picot Abkommen: Eine geheime Übereinkunft zwischen den Regierungen Großbritanniens und Frankreich’s, durch die deren Einflusssphären im Nahen Osten nach dem Ersten Weltkrieg festgelegt wurden, nennt sich Sykes-Picot Abkommen. hier weiter