Strauss-Kahn beschuldigt Sarkozy für seinen Sturz

Der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sagte der britischen Zeitung The Guardian pünktlich zur aktuellen Präsidentschaftswahl in Frankreich, dass Nicolas Sarkozy maßgeblich an der Zerstörung seiner Karriere beteiligt gewesen ist. Quelle: gegenfrage.com

Strauss-Kahn war der größte Rivale Sarkozys, weshalb eine riesige Medien-Kampagne gegen ihn gestartet worden sei, ist er sich sicher.

Der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) Dominique Strauss-Kahn, der nach angeblicher sexueller Belästigung  eines Zimmermädchens in den Vereinigten Staaten angeklagt wurde und daraufhin sein Amt als IWF-Chef sowie seine Präsidentschaftskandidatur niederlegte, beschuldigt nun Frankreichs Präsident Sarkozy einer absichtlichen Kampagne gegen seine Person.

Dies berichtete der britische Guardian am Freitag. “Vielleicht war ich politisch etwas naiv, doch hätte ich nicht erwartet, dass sie so weit gehen würden [...] ich hätte nicht gedacht, dass sie irgendetwas finden würden, um mich zu stoppen”, wurde Strauss-Kahn vom Guardian zitiert.

Strauss-Kahn galt bis Mai 2011 als größter Rivale Sarkozys, als ihm plötzlich ein sexueller Übergriff auf ein Zimmermädchen angelastet wurde, worauf seine Karriere als Politiker und als IWF-Chef abrupt endeten. Der Fall wurde am 14. Mai 2011 eröffnet, nachdem Nafissatou Diallo, 32, behauptet hatte, dass Strauss-Kahn sie im Sofitel New York Hotel tätlich angegriffen habe. Strauss-Kahn, 63, plädierte auf nicht schuldig und gab an, jeglicher sexueller Kontakt sei in gegenseitigem Einverständnis gewesen.

Strauss-Kahn sagte dem Guardian, dass die anschließende Eskalation erst am 14. Mai in einer strafrechtlichen Untersuchung “durch eine politische Agenda geprägt” worden sei. Strauss-Kahn ist sich sicher, dass er wochenlang unter Beobachtung des französischen Geheimdienstes gestanden habe. Nachdem er einige Tage im Gefängnis verbracht hatte, wurde er nach Zahlung einer Kaution in Höhe von einer Million Dollar aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt.

Sarkozy so etwas nicht zuzutrauen ist in der Tat politisch naiv. Allerdings muss es uns um Monsieur Strauss-Kahn wohl nicht wirklich leid tun. Wahrscheinlich will Strauss-Kahn mit dieser Behauptung seinen sozialistischen Freunden ohnehin nur einen kleinen Wahlkampf-Gefallen tun.

Dominique Strauss-Kahn Zuhälter: Strafprozess wegen Verdachts der Zuhälterei

Dominic Strauss-Kahn: Die Wahrheit über den Fall Strauss-Kahn

One thought on “Strauss-Kahn beschuldigt Sarkozy für seinen Sturz

  1. Strauss-Kahn ist sicherlich kein unbeschriebenes Blatt, doch wer ein wenig tiefer im Kaninchenbau gräbt der wird enge Verbindungen zwischen Kahn und Sarkozy finden, sowie diverse Verbindungen zum CIA bis in die Spitze der heutigen Französichen Regierung.

    Dass Strauss-Kahn für Sarkozy und die IWF-Strategen zum Problem wurde kann ebenfalls nachrecheriert werden. Man hat einen Angriffspunkt gesucht und gefunden. Alles andere war nur eine Frage des Timings und Storytellings. Kurz eine Falle.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>