Rätselraten um türkischen Jet: Moskau übergibt Ankara Überwachungsdaten

Nach dem Absturz des türkischen Militärflugzeugs in syrische Hoheitsgewässer hat Russland der Türkei seine Überwachungsdaten zum letzten Flug des Jets zur Verfügung gestellt. Quelle: de.rian.ru

„Wie auch viele andere militärisch entwickelte Staaten haben wir die Möglichkeit, mithilfe von technischen Kontrollmitteln objektive Angaben zu bekommen“, teilte Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau mit. „Diese Angaben haben wir unseren türkischen Kollegen übergeben.“

Ein türkisches Aufklärungsflugzeug des Typs RF-4E war am 22. Juni über dem Mittelmeer südöstlich der an Syrien angrenzenden Provinz Hatay vom Radar verschwunden. Die Türkei warf Syrien vor, das Flugzeug mit Luftabwehrraketen zum Absturz gebracht zu haben. Wenige Stunden danach bestätigte das syrische Militär, den türkischen Jet abgeschossen zu haben, nachdem dieser in den syrischen Luftraum eingedrungen war. Nach der türkischen Darstellung wurde das Flugzeug im internationalen Luftraum abgeschossen. Das Wrack wurde in syrischen Hoheitsgewässern geortet. Zwei Wochen später wurden auch die Leichen der beiden Piloten entdeckt.

Am Freitag voriger Woche teilte der türkische Generalstab jedoch mit, dass sich die frühere Vermutung, dass das Flugzeug durch die syrische Luftabwehr abgeschossen wurde, nicht bestätigt habe.

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