Der amerikanische Linguist und Philosoph Noam Chomsky hat in seiner Rede vor den Teilnehmern am Globalen Media-Forum in Bonn das existierende politische und wirtschaftliche Modell der USA kritisiert.
Die Hauptaufgabe von Behörden ist jetzt der Schutz der Minderheit vor der Mehrheit, sagte Chomsky. Unter dem Vorwand der Gewährleistung der nationalen Sicherheit streben Behörden ausschließlich den Ausbau ihrer eigenen Vollmachten und ihres eigenen Einflusses an.
Die bestehende PR-Industrie untergrabe dabei die Grundlagen einer echten Demokratie und die kommerzielle Werbung untergrabe die Grundlagen des Marktes. Die USA haben sich auf internationaler Bühne ein einseitiges Recht angemaßt, allen und überall zu drohen und werden irrational und rachsüchtig, wenn ihre Interessen bedroht sind, so Chomsky.
Chomsky, der mit den Teilnehmern aus aller Welt im Plenum diskutierte, äußerte sich dezidiert zum globalen Kräfteverhältnis zwischen Arm und Reich und zwischen Ökonomie und Ökologie. „Die wachsende Unsicherheit der arbeitenden Bevölkerung ist die Basis wirtschaftlichen Wachstums“, so eine seiner pointierten Thesen. „Arbeiter in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen fragen nicht nach ihren Rechten, sie fordern nicht mehr Lohn und sie protestieren nicht“, so Chomsky weiter. Vom 17. bis 19. Juni geht es im World Conference Center um “Die Zukunft des Wachstums – Wirtschaft, Werte und die Medien”.
Der Schutzschirm der amerikanischen Macht – Noam Chomsky untersucht in diesem Buch die Einhaltung der Menschenrechte seit ihrer Erklärung im Jahre 1948, die Entstehung weltweit operierender Konzerne und Banken unter dem Schutzschirm der amerikanischen Macht, die Propaganda der Medien, die heutigen Arbeitsbedingungen, die Ära des Neoliberalismus, Weltbank und Internationalen Währungsfonds, die Lehre des freien Marktes, den Marshall-Plan, die führenden Waffenhändler, US-Terrorkriege, die Unterdrückung nationalistischer Bewegungen zur Verbesserung des Investitionsklimas und eine Reihe weiterer bedeutender Themen. hier weiter







